(Kanton OW). Die Kantonspolizei Obwalden macht zum 20-jährigen Jubiläum des Tags des Lichts auf die Bedeutung guter Sichtbarkeit im Strassenverkehr aufmerksam.
Am Donnerstag, 5. November 2026, erinnert sie daran, dass Fussgänger, Velofahrende und Personen auf Trottinetts in der dunklen Jahreszeit besonders gut sichtbar sein sollten. Am Schalter der Kantonspolizei kann die Bevölkerung kostenlos verschiedenes Leuchtmaterial abholen.
Polizei.news | Kanton Obwalden | Verkehrsprävention
Das Wichtigste auf einen Blick
- Anlass: Nationaler Tag des Lichts.
- Datum: Donnerstag, 5. November 2026.
- Jubiläum: 20 Jahre Tag des Lichts.
- Organisationen: BFU und Polizei.
- Polizeikorps: Kantonspolizei Obwalden.
- Ziel: Mehr Sicherheit durch bessere Sichtbarkeit im Strassenverkehr.
- Besonders wichtig: Während der dunklen Jahreszeit.
- Angesprochene Personen: Fussgänger, Velofahrende und Personen auf Trottinetts.
- Aktion: Kostenlose Abgabe von verschiedenem Leuchtmaterial.
- Abholort: Schalter der Kantonspolizei Obwalden.
- Botschaft: Wer auffällt, wird früher gesehen.
20 Jahre Tag des Lichts: Sichtbarkeit kann Leben retten
Unter dem Motto „Macht euch sichtbar – und kommt sicher an!“ erinnert die Kantonspolizei Obwalden an die Bedeutung guter Sichtbarkeit im Strassenverkehr.
Seit zwei Jahrzehnten setzen sich die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) und die Polizei am Tag des Lichts gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit ein.
Gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Wer auffällt, wird früher gesehen. Das betrifft Menschen, die zu Fuss, mit dem Velo oder auf dem Trottinett unterwegs sind. Gute Sichtbarkeit trägt dazu bei, dass andere Verkehrsteilnehmende sie früher erkennen und rechtzeitig reagieren können.
Kantonspolizei Obwalden verteilt kostenloses Leuchtmaterial
Die Kantonspolizei Obwalden lädt die Bevölkerung ein, an ihrem Schalter vorbeizukommen. Dort kann kostenlos verschiedenes Leuchtmaterial abgeholt werden.
Mit der Aktion möchte die Polizei dazu beitragen, dass sich möglichst viele Menschen im Strassenverkehr besser sichtbar machen.
Die Botschaft der Kantonspolizei lautet: „Macht euch sichtbar – zu eurer Sicherheit und der Sicherheit aller!“
Quelle: Kantonspolizei Obwalden
Bildquelle: Kantonspolizei Obwalden/BFU
Polizei.news informiert | Sichtbarkeit im Herbst und Winter
Kleine Helfer, grosse Wirkung: So machen Sie sich im Dunkeln besser sichtbar
Viele Wege zur Arbeit, zur Schule oder zum Sport finden im Herbst und Winter bei Dämmerung oder Dunkelheit statt. Auch Regen, Nebel und nasse Fahrbahnen können die Sicht erheblich beeinträchtigen. Reflektierende Materialien, gut funktionierende Velolichter und helle Kleidung helfen, andere Verkehrsteilnehmende früher auf sich aufmerksam zu machen. Bereits mit einfachen Massnahmen lässt sich die Sichtbarkeit im Alltag verbessern.
1. Reflektoren an Armen und Beinen sind besonders wirksam Reflektierende Materialien werfen das Licht von Fahrzeugscheinwerfern zurück. Dadurch können Fussgängerinnen und Fussgänger deutlich früher wahrgenommen werden. Besonders hilfreich sind Reflektorbänder an Armen, Handgelenken und Fussgelenken. Durch die Bewegungen beim Gehen entstehen auffällige Lichtreflexe, die das Erkennen einer Person erleichtern. Wichtig ist, dass die Reflektoren nicht durch Kleidung oder Taschen verdeckt werden und möglichst von allen Seiten sichtbar sind.
2. Dunkle Jacken mit hellen Accessoires ergänzen Nicht jeder möchte im Winter ausschliesslich helle oder leuchtende Kleidung tragen. Eine dunkle Jacke kann jedoch unkompliziert mit reflektierenden Accessoires ergänzt werden. Geeignet sind beispielsweise Reflexbänder, Anhänger am Rucksack oder reflektierende Elemente an Schuhen und Taschen. Für regelmässige Wege entlang schlecht beleuchteter Strassen kann auch eine Sicherheitsweste sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die reflektierenden Elemente tatsächlich sichtbar bleiben und genügend Fläche bieten, um von anderen Verkehrsteilnehmenden erkannt zu werden.
3. Beim Velo auf die richtige Beleuchtung achten Velos müssen bei Dunkelheit, Dämmerung und schlechten Sichtverhältnissen mit der vorgeschriebenen Beleuchtung unterwegs sein. Vorne ist ein weisses, hinten ein rotes Licht erforderlich. Die Leuchten müssen gut erkennbar sein und dürfen andere Verkehrsteilnehmende nicht blenden. Zusätzlich sind die vorgeschriebenen Rückstrahler wichtig. Bei E-Bikes gilt die Lichtpflicht auch tagsüber. Prüfen Sie deshalb regelmässig, ob die Lampen funktionieren und ob die Akkus bei abnehmbaren Leuchten ausreichend geladen sind. Reflektierende Kleidung kann die Sichtbarkeit zusätzlich verbessern.
4. Kinder auf dem Schulweg gut sichtbar machen Besonders für Kinder ist eine gute Sichtbarkeit wichtig. Sie sind kleiner als erwachsene Personen und können zwischen parkierenden Fahrzeugen oder bei schlechten Lichtverhältnissen leichter übersehen werden. Reflektierende Elemente an Schulsäcken, Jacken und Schuhen können helfen, sie früher zu erkennen. Auch Leuchtkragen und Sicherheitswesten sind praktische Möglichkeiten. Eltern sollten zudem mit ihren Kindern besprechen, wo sie Strassen sicher überqueren können. Gute Sichtbarkeit ersetzt das richtige Verhalten am Fussgängerstreifen nicht, sondern ergänzt es.
5. Auf dem Trottinett nicht nur nach vorne sichtbar sein Trottinetts und E-Trottinetts haben eine schmale Silhouette. Vor allem von der Seite können sie bei Dunkelheit leicht übersehen werden. Deshalb sind reflektierende Elemente an Kleidung und Fahrzeug eine sinnvolle Ergänzung zur vorgeschriebenen Beleuchtung. Bei Elektro-Trottinetts müssen die geltenden Anforderungen an Licht und Rückstrahler eingehalten werden. Unabhängig von der Fahrzeugart gilt: An Kreuzungen, Einmündungen und schlecht beleuchteten Stellen ist besonders aufmerksam zu fahren. Auch die Geschwindigkeit sollte stets den Sichtverhältnissen angepasst werden.
6. Auch Autofahrende tragen Verantwortung Helle Kleidung und Reflektoren verbessern die Sichtbarkeit, entbinden Autofahrende aber nicht von ihrer Verantwortung. Besonders bei Fussgängerstreifen, Schulwegen und Haltestellen muss mit Personen gerechnet werden, die nur schwer zu erkennen sind. Bei Regen, Nebel und Dunkelheit sollte die Geschwindigkeit entsprechend reduziert werden. Wichtig sind ausserdem saubere Scheiben, funktionierende Scheinwerfer und die richtige Beleuchtung. Bei eingeschränkter Sicht reicht das Tagfahrlicht allein nicht aus; in solchen Situationen ist das Abblendlicht erforderlich.
7. Einen Sichtbarkeitstest im Alltag durchführen Wer seine Ausrüstung überprüfen möchte, kann dies mit einer einfachen Kontrolle tun. Legen Sie die reflektierenden Gegenstände an und lassen Sie sich von einer zweiten Person aus einiger Entfernung mit einer Taschenlampe anleuchten. Achten Sie darauf, ob die Reflexelemente von vorne, von hinten und von der Seite gut sichtbar sind. Prüfen Sie auch, ob ein Rucksack oder eine Jacke die Reflektoren verdeckt. Dieser einfache Test ersetzt keine fachliche Prüfung, hilft aber dabei, offensichtliche Schwachstellen zu erkennen.
Gut zu wissen: Dass Sie ein herannahendes Auto sehen können, bedeutet nicht automatisch, dass dessen Lenkerin oder Lenker Sie ebenfalls erkannt hat. Vor allem bei Regen, Gegenlicht und schlecht beleuchteten Strassen können Fussgänger schwer wahrzunehmen sein. Reflektierende Elemente erhöhen die Chance, früher gesehen zu werden, bieten aber keinen vollständigen Schutz vor Unfällen.
Praktischer Tipp: Nutzen Sie den Tag des Lichts für einen kurzen Sicherheitscheck der ganzen Familie. Prüfen Sie Velolichter, kontrollieren Sie die Reflektoren an Schulsäcken und ergänzen Sie dunkle Winterjacken mit gut sichtbaren Reflexbändern. Kostenlose Leuchtmaterialien, wie sie im Rahmen der Aktion der Kantonspolizei Obwalden angeboten werden, können dafür eine praktische Unterstützung sein.
Weitere Informationen: Tipps zur Sichtbarkeit und zur Sicherheit im Strassenverkehr finden Sie auf Polizeinews Prävention.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion