Zug-Drama bei Tempo 140: Waggon kippt um – 44 Verletzte, 18-Jährige in Lebensgefahr
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(Cléon, Normandie). Ein Regionalzug mit 186 Passagieren ist am Freitagabend in Nordfrankreich entgleist. Bei dem schweren Zugunglück wurden 44 Menschen verletzt, darunter eine 18-jährige Frau lebensgefährlich.
Der Zug war auf der Strecke von Rouen nach Caen unterwegs und soll zum Zeitpunkt des Unglücks mit rund 140 km/h gefahren sein. Fünf Waggons sprangen aus den Schienen, einer davon kippte um.
Zug kollidiert mit unbekanntem Gegenstand
Das Unglück ereignete sich gegen 19.45 Uhr bei Cléon im Département Seine-Maritime. Nach bisherigen Erkenntnissen kollidierte der Regionalzug mit einem bislang unbekannten Gegenstand auf den Gleisen.
Passagiere berichteten von heftigen Erschütterungen. Fensterscheiben seien geborsten, Gepäckstücke durch die Waggons geschleudert worden und Rauch sei aufgestiegen.
Die genaue Ursache der Entgleisung ist noch nicht abschliessend geklärt. Die französischen Behörden und die Bahngesellschaft SNCF haben Untersuchungen eingeleitet.
18-Jährige mit Helikopter ins Spital geflogen
Eine schwer verletzte 18-jährige Passagierin wurde mit einem Rettungshelikopter in das Universitätsspital von Rouen geflogen. Weitere 43 Personen erlitten leichtere Verletzungen und wurden medizinisch versorgt.
Unverletzte Passagiere wurden in einer von der Gemeinde Cléon bereitgestellten Unterkunft betreut.
Grossaufgebot mit 130 Feuerwehrleuten
Rund 130 Feuerwehrleute, fünf medizinische Teams und etwa 80 Einsatzfahrzeuge rückten zur Unfallstelle aus. Wegen der hohen Zahl betroffener Personen lösten die Behörden den Notfallplan für einen Massenanfall von Verletzten aus.
Die Stromversorgung der Bahnstrecke wurde abgeschaltet, um den Rettungskräften ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen.
Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt
Der Bahnverkehr zwischen Rouen und Elbeuf wurde in beide Richtungen unterbrochen. Auch auf den Verbindungen zwischen Rouen, Caen und Le Havre kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen.
Die SNCF kündigte einen Ersatzverkehr mit Bussen an. Neben einer gerichtlichen Untersuchung führt das Bahnunternehmen eine interne Untersuchung zur Ursache des Unglücks durch.
Quelle: Blick / AFP / SNCF
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