(Zollikerberg/Zumikon ZH). Der Kanton Zürich will auf der Forchstrasse im Abschnitt zwischen der Itschnacher-Kreuzung in Zumikon und dem Zollikerberg die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöhen.
Dazu soll die Fahrbahn erneuert, ein lärmarmer Belag eingebaut, Personenunterführungen hindernisfrei ausgebaut und ein neuer Rad-/Gehweg erstellt werden. Der Regierungsrat hat 11,5 Mio. Franken gebundene Ausgaben bewilligt und beantragt dem Kantonsrat neue Ausgaben von 12,7 Mio. Franken.
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Das Wichtigste auf einen Blick
Projekt: Gesamtsanierung der Forchstrasse zwischen Zumikon und Zollikerberg.
Streckenlänge: Knapp 1,7 Kilometer.
Verkehr: Rund 17’000 Fahrzeuge täglich.
Gesamtkosten: 24,2 Millionen Franken.
Bereits bewilligt: 11,5 Millionen Franken gebundene Ausgaben.
Noch zu bewilligen: 12,7 Millionen Franken neue Ausgaben durch den Kantonsrat.
Geplante Massnahmen: Neue Fahrbahn, lärmarmer Belag sowie separater Rad- und Gehweg.
Tempo: Neuer Übergang von Tempo 80 auf Tempo 60 vor dem Zollikerberg.
Barrierefreiheit: Drei Personenunterführungen beim Bahnhof Zollikerberg werden hindernisfrei ausgebaut.
Baustart: Frühestens Ende 2028 vorgesehen, sofern die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Bauzeit: Rund eineinhalb Jahre.
17’000 Fahrzeuge täglich auf der sanierungsbedürftigen Strasse
Der knapp 1,7 km lange Abschnitt vom Ende der Forchautostrasse in Zumikon bis zur Rosengarten-Kreuzung ist Bestandteil einer wichtigen Verkehrsachse zwischen Zürich und dem Zürcher Oberland. Täglich passieren rund 17’000 Fahrzeuge die Strasse, die in einem schadhaften Zustand ist und saniert werden muss. Zudem wird ein lärmarmer Belag eingebaut, durch den der Verkehrslärm reduziert werden kann. Um die Sicherheit auf dieser Velohauptverbindung zu erhöhen, wird die Instandsetzung auch dazu genutzt, den Rad-/Gehweg neu getrennt von der Fahrbahn zu führen.
Personenunterführungen beim Bahnhof werden hindernisfrei
Kurz vor den ersten Häusern wird im Zollikerberg ein sogenanntes Eingangstor erstellt. Künftig endet hier der Ausserortsbereich mit Tempo 80 und es gilt bis zur Ortstafel Zollikerberg Tempo 60. Ausserdem wird der Abstand zwischen dem Trassee der Forchbahn und der Forchstrasse den aktuellen Vorschriften entsprechend verbreitert. Die drei bestehenden Personenunterführungen rund um den Bahnhof Zollikerberg werden hindernisfrei ausgebaut. Bestandteil des Projekts ist auch die Verbesserung der Hochwassersicherheit des Brunnenbächli, das entlang der Forchstrasse verläuft und diese in der Nähe der Einmündung der Rüterwiesstrasse unterquert.
Rund anderthalb Jahre Bauzeit
Das in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden Zollikon und Zumikon sowie den kantonalen Fachstellen, der Forchbahn und der Kantonspolizei erarbeitete Projekt kostet insgesamt 24,2 Mio. Franken. Der Regierungsrat hat gebundene Ausgaben von 11,5 Mio. Franken bewilligt und dem Kantonsrat neue Ausgaben von 12,7 Mio. Franken beantragt. Sofern der Kantonsrat dem Antrag zustimmt und gegen die spätere Projektfestsetzung keine Rechtsmittel ergriffen werden, ist geplant, dass das kantonale Tiefbauamt mit den Bauarbeiten Ende 2028 beginnen kann. Die Bauzeit beträgt rund eineinhalb Jahre. Das Konzept für die Verkehrsführung während der Bauzeit wird derzeit erarbeitet.
Weitere Meldungen über den Strassenverkehr in der Schweiz und geplante Bauarbeiten finden Sie bei Verkehrsmeldungen Schweiz.
Quelle: Baudirektion Kanton Zürich Bildquelle: Baudirektion Kanton Zürich
Polizei.news | Forchstrasse und Verkehrssicherheit
Forchstrasse vor dem grossen Umbau: Was die Neuerungen für den Verkehr bedeuten
Die geplante Sanierung betrifft eine bedeutende Verbindung zwischen Zürich und dem Zürcher Oberland. Neben der Erneuerung der Strasse stehen vor allem die Sicherheit von Velofahrenden und Fussgängern, die Zugänglichkeit des Bahnhofs und die Verringerung des Verkehrslärms im Mittelpunkt. Vier Punkte erklären, was hinter den geplanten Massnahmen steckt.
1. Weshalb ein abgesetzter Veloweg sicherer sein kann
Auf einer stark befahrenen Strasse treffen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aufeinander. Besonders für Velofahrende kann der geringe Abstand zum motorisierten Verkehr problematisch sein.
Ein baulich von der Fahrbahn getrennter Rad- und Gehweg schafft mehr räumlichen Abstand. Das kann Konflikte zwischen Autos und Velos reduzieren und den Fussverkehr vom unmittelbaren Fahrzeugverkehr entlasten.
Entscheidend für die Sicherheit sind neben der Trennung auch übersichtliche Einmündungen, sichere Querungsmöglichkeiten und eine verständliche Verkehrsführung. Die konkrete Ausgestaltung muss diese Anforderungen berücksichtigen.
2. Tempo 60 vor dem Siedlungsgebiet: Was ist ein Eingangstor?
Ein sogenanntes Eingangstor im Strassenbau soll den Übergang von einem Ausserortsabschnitt zu einem dichter bebauten Bereich verdeutlichen.
An der Forchstrasse ist vorgesehen, das bisherige Tempo 80 bereits vor den ersten Häusern des Zollikerbergs auf Tempo 60 zu reduzieren. Damit soll die Einfahrt in den Siedlungsbereich besser erkennbar werden.
Für die Verkehrsteilnehmenden ist wichtig, dass die signalisierte Geschwindigkeit immer eine Höchstgrenze darstellt. Bei Regen, schlechter Sicht oder dichtem Verkehr muss das Tempo nötigenfalls zusätzlich reduziert werden.
3. Hindernisfreie Unterführungen: Mehr als nur Komfort
Personenunterführungen ermöglichen das Queren stark befahrener Strassen oder Bahnanlagen, ohne den Fahrzeugverkehr direkt kreuzen zu müssen.
Sind sie nur über Treppen erreichbar, können Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität erheblich benachteiligt werden. Auch Personen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck profitieren von gut zugänglichen Wegen.
Beim Bahnhof Zollikerberg sollen alle drei bestehenden Personenunterführungen hindernisfrei umgestaltet werden. Die genaue bauliche Umsetzung wird in der vorliegenden Mitteilung nicht näher beschrieben.
4. Lärmarmer Belag und Hochwasserschutz
Ein Teil des Strassenverkehrslärms entsteht durch den Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn. Die Oberflächenstruktur eines geeigneten Belags kann diesen Geräuschanteil verringern.
Wie stark die Lärmbelastung tatsächlich sinkt, hängt unter anderem vom eingesetzten Belag, der Geschwindigkeit, dem Verkehrsaufkommen und dem Zustand der Oberfläche ab. Eine konkrete Lärmreduktion in Dezibel nennt der Kanton für dieses Projekt nicht.
Zusätzlich soll die Hochwassersicherheit beim Brunnenbächli verbessert werden. Damit berücksichtigt das Strassenprojekt nicht nur den täglichen Verkehr, sondern auch mögliche Belastungen bei starken Niederschlägen.
Gut zu wissen: Die veranschlagten 24,2 Millionen Franken setzen sich aus 11,5 Millionen Franken bereits bewilligten gebundenen Ausgaben und 12,7 Millionen Franken neuen Ausgaben zusammen, über die der Kantonsrat noch entscheiden muss.
Für Pendler: Ein Baustart Ende 2028 ist derzeit nur geplant. Die konkreten Verkehrsführungen, allfälligen Umleitungen und Sperrungen während der etwa anderthalbjährigen Bauzeit werden noch ausgearbeitet. Verbindliche Verkehrsbehinderungen lassen sich daraus heute nicht ableiten.
Praktischer Tipp: Wer die Forchstrasse regelmässig nutzt, sollte vor Beginn der Bauarbeiten die veröffentlichten Bauinformationen des Kantons beachten. Besonders für Pendler und Velofahrende können spätere Etappenpläne und temporäre Verkehrsführungen wichtig werden.