Velos, E-Trottis und ganze Sitzbänke: Taucher holen erstaunliche Funde aus dem Fluss
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(Genf GE). Die erste Ausgabe fand 2007 statt. In diesem Jahr führt die Genfer Schifffahrtspolizei (BNAV) ihre Reinigungsaktion auf dem Grund der Rhone zum siebten Mal seit der Einführung durch.
Die Initiative bringt aktive Polizisten und ehemalige Mitarbeitende zusammen und verbindet das Engagement für die Umwelt mit der Stärkung der Beziehungen zwischen den Generationen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Aktion: Polizeitaucher reinigen den Grund der Rhone
- Organisation: Genfer Schifffahrtspolizei (BNAV)
- Tradition: Erste Durchführung 2007, inzwischen siebte Ausgabe
- Einsatzgebiet: Zwischen der Mont-Blanc-Brücke und der Île-Brücke
- Wassertiefe: Bis zu sieben Meter
- Teilnehmende: Aktive Polizeitaucher und ehemalige Mitarbeitende
- Einsatzmittel: Drei Boote und eine Sammelbarke
- Fundstücke: Velos, E-Trottis, Reifen, Stühle, eine öffentliche Sitzbank und Rucksäcke
- Besonderheit: Gefährliche Strömungen und Tauchverbot im Einsatzgebiet
Der Tag begann um 8.30 Uhr in den Räumlichkeiten der BNAV, wo sich die Teilnehmenden zunächst zu einer Koordinationsbesprechung trafen, bevor sie aufs Wasser gingen.
Kurz darauf verliessen drei Boote die Polizeibrigade. An Bord befanden sich aktive Polizeitaucher und ehemalige Mitarbeitende der Schifffahrtspolizei.
Die Aktion konzentrierte sich auf den rechten Arm der Rhone zwischen der Mont-Blanc-Brücke und der Île-Brücke. Dieser Flussabschnitt ist besonders stark von der Ansammlung von Abfällen betroffen.
Das Gebiet erreicht eine Tiefe von bis zu sieben Metern und birgt aufgrund der Strömungen erhebliche Gefahren. Da das Tauchen und die Schifffahrt dort verboten sind, können die Vereine, die normalerweise für die Reinigung des Genfersees mobilisiert werden, diesen Abschnitt nicht säubern.
Deshalb übernimmt die BNAV die Reinigung selbst.
Die Teilnehmenden wurden auf drei Bootsbesatzungen aufgeteilt und durchsuchten verschiedene Bereiche der Rhone systematisch.
Die Taucher waren grundsätzlich zu zweit im Einsatz. Ihre Aufgabe bestand darin, unter Wasser liegende Abfälle aufzuspüren und diese mithilfe orangefarbener Hebesäcke zu markieren.
An der Wasseroberfläche bargen die Bootsbesatzungen, die hauptsächlich aus ehemaligen Mitarbeitenden der Schifffahrtspolizei bestanden, die Gegenstände und transportierten sie zu einer eigens für die Sammlung bereitgestellten Barke.
Velos, E-Trottis, Reifen, Stühle, eine öffentliche Sitzbank oder auch Rucksäcke mit verschiedenen persönlichen Gegenständen: Die Fundstücke waren ebenso zahlreich wie vielfältig.
Am Ende des Vormittags wurde die mit Abfällen beladene Barke zurück zur BNAV geschleppt.
Alle geborgenen Gegenstände wurden anschliessend in einem Container deponiert, den die Stadt Genf kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, damit sie fachgerecht entsorgt werden konnten.
Über den Umweltschutz hinaus bietet diese Aktion eine schöne Gelegenheit, verschiedene Generationen von Polizisten für eine gemeinsame Aufgabe zusammenzubringen.
Der Tag stand ganz im Zeichen des Engagements und der Kameradschaft und verdeutlichte die Verbundenheit der aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden der BNAV mit dem Schutz der Gewässer.
Quelle: Kantonspolizei Genf
Bildquelle: Kantonspolizei Genf