(Fürstentum Liechtenstein FL). Im Zeitraum von Freitagabend bis Sonntag verzeichnete die Landespolizei insgesamt ein ruhiges Wochenende.
Dennoch rückten die Patrouillen aufgrund verschiedener Ereignisse und Meldungen zu mehreren Einsätzen aus.
Polizei.news | Liechtenstein | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Wochenendbilanz: Insgesamt ruhiges Wochenende mit mehreren Polizeieinsätzen.
- Halloween: Verstärkte Patrouillentätigkeit und gezielte Kontrollen durch Gemeindepolizeien.
- Verletzter Polizist: Beamter bei einem Einsatz in einem betreuten Wohnheim ins Gesicht geschlagen.
- Vaduz: Rauchentwicklung im Heizungsraum des LAK Haus St. Florin aufgrund eines technischen Defekts.
- Häusliche Gewalt: Frau meldet Schläge durch ihren Ehemann; Betretungsverbot ausgesprochen.
- Verkehrskontrolle: Alkoholisierter Fahrzeuglenker gestoppt und Führerausweis abgenommen.
- Verdächtige Personen: Sechs Meldungen.
- Böller: Vier Meldungen wegen Jugendlicher, die Knallkörper abbrennen.
- Nachtruhestörungen: Zwei Meldungen in Triesen und Mauren.
- Sicherstellungen: Verbotene Blitzknallkörper bei mehreren Jugendlichen gefunden.
- Rettungsdienst: 19 medizinische Notrufe und 19 Einsätze.
Verstärkte Polizeipräsenz an Halloween
Im Zusammenhang mit Halloween wurden die Patrouillentätigkeiten der Landespolizei verstärkt. Zudem führten die Gemeindepolizisten von Ruggell, Eschen, Triesen und Balzers gezielte Kontrollen durch.
Polizist bei Einsatz verletzt
Am Freitagabend wurde die Landespolizei um Unterstützung in einem betreuten Wohnheim gebeten. Ein Bewohner weigerte sich, die benötigten Medikamente einzunehmen, und bedrohte das Personal.
Beim Eintreffen der Polizeipatrouille öffnete der Bewohner seine Zimmertür und trat den Beamten in bedrohlicher Haltung entgegen. Trotz mehrfacher Aufforderung, den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten, und der Erklärung, dass eine ärztliche Untersuchung unumgänglich sei, verweigerte der Bewohner die Kooperation. Schliesslich musste der Bewohner durch die Beamten in Handfesseln gelegt werden. Im Verlauf dieser Intervention gelang es ihm, einem Polizisten einen Faustschlag zu versetzen. Der Beamte erlitt dabei eine kleine Verletzung im Gesichtsbereich. Anschliessend wurde der Bewohner nach ärztlicher Untersuchung in eine geeignete Einrichtung verbracht.
Rauchentwicklung im LAK Haus St. Florin in Vaduz
Am Samstagmorgen kam es aufgrund eines technischen Defekts zu einer Rauchentwicklung im Heizungsraum des LAK Haus St. Florin in Vaduz. Da sich die Feuerwehr Vaduz und der Rettungsdienst aufgrund eines Kurses bereits im Feuerwehrdepot befanden, konnten die Einsatzkräfte rasch ausrücken.
Die Ursache der Rauchentwicklung wurde vor Ort schnell lokalisiert und behoben. Anschliessend konnten die Feuerwehr und der Rettungsdienst ihre Ausbildung im Bereich Strahlenschutz fortsetzen.
Häusliche Gewalt
Am Samstagvormittag meldete sich eine aufgelöste Frau am Schalter der Landespolizei. Sie gab an, von ihrem Ehemann geschlagen worden zu sein.
In der Folge rückten mehrere Patrouillen an den gemeinsamen Wohnort aus. Dort wurden beide Beteiligten befragt. Gegen den Mann wurde schliesslich ein Betretungsverbot ausgesprochen.
Alkoholisierter Fahrzeuglenker
Im Rahmen von Verkehrskontrollen stellten Polizeipatrouillen am Wochenende einen alkoholisierten Fahrzeuglenker fest. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt und der Führerausweis abgenommen.
Weitere Einsätze
Im Verlauf des Wochenendes gingen bei der Landespolizei sechs Meldungen über verdächtige Personen sowie vier Meldungen im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Böllern durch Jugendliche ein. Zudem kam es in Triesen und Mauren zu zwei Meldungen wegen Nachtruhestörungen.
Am Samstagnachmittag und -abend kontrollierte eine Patrouille mehrere Jugendliche, die verbotene Blitzknallkörper mit sich führten. Die Knallkörper wurden sichergestellt und entsprechende Verzeigungen folgen.
Medizinische Notrufe
Die Rettungsdienste waren übers Wochenende stark gefordert. Über die Einsatz- und Notrufzentrale gingen insgesamt neunzehn medizinische Notrufe ein. Daraus resultierten neunzehn Einsätze des Rettungsdienstes.
Quelle: Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein
Bildquelle: Symbolbild © Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein
Polizei.news informiert | Sicherheit im Alltag
Böller und Feuerwerk: Fünf wichtige Tipps für einen sicheren Umgang
Feuerwerk gehört für viele Menschen zu besonderen Festtagen. Ob Raketen, Vulkane oder andere pyrotechnische Gegenstände: Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die Risiken beim Abbrennen deutlich reduzieren. Besonders wichtig sind die Gebrauchsanleitung, geeignete Sicherheitsabstände und ein verantwortungsvoller Umgang.
1. Feuerwerk nur aus geeigneten Quellen kaufen Achten Sie beim Kauf auf die vorgeschriebenen Kennzeichnungen, eine verständliche Gebrauchsanleitung und die geltenden Altersbeschränkungen. Nicht alle pyrotechnischen Gegenstände dürfen von Privatpersonen erworben oder verwendet werden. Die jeweiligen Vorschriften sind vor dem Kauf und der Verwendung zu prüfen.
2. Den Sicherheitsabstand richtig wählen Jeder Feuerwerkskörper benötigt einen geeigneten Abbrennplatz. Der vorgeschriebene Abstand ist auf der Verpackung angegeben und hängt vom jeweiligen Produkt ab. Halten Sie Zuschauende, Kinder und Tiere ausserhalb des Sicherheitsbereichs und achten Sie auf Gebäude, Fahrzeuge und brennbare Gegenstände in der Umgebung.
3. Feuerwerk stabil aufstellen und richtig anzünden Bodenfeuerwerk benötigt einen festen, ebenen Untergrund. Raketen müssen aus einer dafür geeigneten, standsicheren Vorrichtung gestartet werden. Richten Sie pyrotechnische Gegenstände niemals gegen Menschen oder Tiere. Halten Sie sich beim Anzünden an die Gebrauchsanleitung und entfernen Sie sich anschliessend in den vorgesehenen Sicherheitsbereich.
4. Blindgänger nicht erneut anzünden Ein Feuerwerkskörper kann verzögert reagieren oder nicht vollständig zünden. Nähern Sie sich einem solchen Gegenstand nicht unmittelbar und versuchen Sie niemals, ihn erneut anzuzünden. Halten Sie Abstand und beachten Sie die Entsorgungs- und Sicherheitshinweise des Herstellers beziehungsweise der zuständigen örtlichen Stellen.
5. Haustiere und Nachbarschaft berücksichtigen Laute Knallgeräusche können Hunde, Katzen und andere Tiere erschrecken. Ein ruhiger Rückzugsort in der Wohnung bietet Haustieren Schutz vor Lärm und Lichtblitzen. Berücksichtigen Sie ausserdem die örtlichen Ruhezeiten und allfällige zeitliche Einschränkungen für Feuerwerk.
Gut zu wissen: Pyrotechnische Gegenstände unterscheiden sich nach Kategorie, Wirkung und Verwendungszweck. Die gesetzlichen Regeln können je nach Land und Produkt unterschiedlich ausfallen. Deshalb sind die am jeweiligen Verwendungsort geltenden Bestimmungen massgebend.
Praktischer Tipp: Planen Sie das Abbrennen bei Tageslicht, prüfen Sie den vorgesehenen Standort und legen Sie die benötigte Sicherheitsausrüstung bereit. Eine nüchterne erwachsene Person sollte die Verantwortung für das Feuerwerk übernehmen.
Weitere Informationen: Allgemeine Sicherheitstipps und Präventionsthemen finden Sie bei Polizeinews Prävention.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion