Loses Gestein über der Strasse: Felsarbeiten sorgen fünf Tage lang für Umleitungen
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(Unterbach BE). Bei der Verzweigung Richtung Brünig beim Anschluss Unterbach wird die Kantonsstrasse nächste Woche auf einer kurzen Strecke tagsüber gesperrt.
Der Verkehr wird über den Anschluss Brienz umgeleitet. Für den Langsamverkehr und den öffentlichen Verkehr bleibt der Abschnitt befahrbar.
- Was: Felsreinigung und Entfernung von losem Gestein oberhalb der Kantonsstrasse.
- Wann: Montag, 2. November, bis Freitag, 6. November 2026.
- Sperrzeiten: Jeweils von 08.00 bis 17.00 Uhr.
- Wo: Zwischen der Verzweigung Richtung Brünig und dem ehemaligen Restaurant Balmhof beim Anschluss Unterbach.
- Autoverkehr: Umleitung über die Nationalstrasse zum Anschluss Brienz.
- Landwirtschaftlicher Verkehr: Umleitung über die parallel zur Nationalstrasse verlaufende Gemeindestrasse.
- Fuss- und Veloverkehr sowie ÖV: Der Abschnitt bleibt befahrbar.
- Vorbehalt: Bei ungeeigneter Witterung werden die Arbeiten verschoben.
A8 Unterbach: Lokale Umleitung für Felsreinigung
Bei der Verzweigung Richtung Brünig mit der Kantonsstrasse Richtung Brienz beim Anschluss Unterbach wird die Kantonsstrasse nächste Woche auf einer kurzen Strecke tagsüber gesperrt.
Bei der Felswand oberhalb dieser Verzweigung befindet sich loses Gestein. Dieses lose Gestein wird nächste Woche entfernt.
Die Arbeiten finden vom 2. bis zum 6. November 2026 jeweils von 8 Uhr bis 17 Uhr statt.
In dieser Zeit ist die Strasse unterhalb der Felswand, zwischen der Verzweigung und dem ehemaligen Restaurant Balmhof, für den motorisierten Verkehr gesperrt.
Der motorisierte Verkehr wird über die Nationalstrasse, der landwirtschaftliche Verkehr über die parallel zur Nationalstrasse verlaufende Gemeindestrasse zum Anschluss Brienz umgeleitet.
Für den Langsamverkehr sowie den öffentlichen Verkehr bleibt der Abschnitt befahrbar.
Die Arbeiten sind witterungsabhängig und werden bei ungeeigneten Verhältnissen verschoben.
Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Bildquelle: Symbolbild © SajedaArt/Shutterstock.com
Steinschlag an Gebirgsstrassen: Warum selbst kleine Felsstücke gefährlich werden können
Strassen entlang steiler Felswände sind besonderen Naturgefahren ausgesetzt. Frost, Wasser und natürliche Verwitterung können Gestein lockern. Deshalb müssen gefährdete Abschnitte regelmässig kontrolliert und bei Bedarf gesichert werden. Für Autofahrende und andere Verkehrsteilnehmende ist wichtig, die Warnzeichen und das richtige Verhalten zu kennen.
1. Wie entstehen Steinschläge?
Felsgestein ist natürlichen Veränderungsprozessen ausgesetzt. Wasser kann in feine Risse eindringen und diese bei Frost durch seine Ausdehnung vergrössern. Auch anhaltende Niederschläge, Temperaturschwankungen und die natürliche Verwitterung können die Stabilität einzelner Gesteinspartien beeinträchtigen.
Lösen sich Steine oder Felsblöcke, können sie auf darunterliegende Verkehrswege fallen. Selbst kleinere Gesteinsstücke stellen für fahrende Autos, Töffs und Velos ein ernst zu nehmendes Hindernis dar.
Wichtig: Die Gefahr lässt sich nicht allein anhand der Grösse eines sichtbaren Steins beurteilen. Auch die Geschwindigkeit eines herabfallenden Gesteinsstücks und die Lage der betroffenen Strasse sind entscheidend.
2. Was Autofahrende bei Steinschlag beachten sollten
Wer auf einer Gebirgsstrasse frische Steine oder Gesteinsbrocken entdeckt, sollte besonders aufmerksam sein. Es ist möglich, dass weiteres Material nachrutscht.
Reduzieren Sie die Geschwindigkeit und halten Sie ausreichend Abstand. Vermeiden Sie abrupte Ausweichmanöver, die zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr oder zum Abkommen von der Fahrbahn führen könnten.
Praktischer Tipp: Ist die Fahrbahn durch grössere Steine blockiert, halten Sie an einer sicheren Stelle ausserhalb des Gefahrenbereichs an. Betreten Sie einen gefährdeten Felsbereich nicht, um Hindernisse selbst wegzuräumen. Informieren Sie bei einer akuten Gefahr die Polizei über 117.
3. Warum Felsreinigungen und Schutznetze nötig sind
Bei einer Felsreinigung entfernen spezialisierte Fachkräfte loses und instabiles Gestein kontrolliert aus einer Felswand. Je nach Gelände kommen dazu Arbeiten am Seil, spezielle Maschinen oder weitere Sicherungsverfahren zum Einsatz.
An dauerhaft gefährdeten Abschnitten können zusätzlich Steinschlagschutznetze, Fangzäune oder andere bauliche Schutzmassnahmen zum Einsatz kommen. Diese sollen herabfallendes Material zurückhalten oder auffangen.
Wie aufwendig solche Arbeiten sein können, zeigt ein redaktioneller Bericht über die Felsarbeiten und Steinschlagsicherung an der Bristenstrasse.
Wichtig: Auch während Sicherungsarbeiten kann sich Gestein lösen. Deshalb müssen Strassenabschnitte zeitweise für den Verkehr gesperrt werden. Absperrungen und Anweisungen der Verantwortlichen sind unbedingt einzuhalten.
Gut zu wissen: Warum Wetter und Gebirgsstrassen eng zusammenhängen
Arbeiten in steilem Felsgelände sind stark von den äusseren Bedingungen abhängig. Nässe, Wind, Frost und schlechte Sicht können die Sicherheit der eingesetzten Fachkräfte beeinträchtigen.
Gerade bei Arbeiten oberhalb einer Strasse ist es wichtig, dass sich die Teams sicher bewegen und gelöstes Gestein kontrolliert entfernen können.
Dass Felssicherungen auch nach einem Steinschlag umfangreiche Arbeiten erfordern können, zeigt ein weiterer Bericht über die Sanierung einer Felswand an der Brünigstrasse.
Empfehlung: Wer auf Gebirgsstrassen unterwegs ist, sollte vor der Fahrt aktuelle Sperrungen prüfen, genügend Zeit einplanen und sich bei wechselhaften Wetterverhältnissen auf kurzfristige Einschränkungen einstellen.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion