28 Festnahmen von Trick- und Taschendieben rund um die Herbstmesse 2015
Die Kantonspolizei war wiederum auf allen Messeplätzen vertreten. Neben diversen Auskünften und kleineren Hilfeleistungen nahm die Polizei acht Diebstahlmeldungen und drei Anzeigen wegen Tätlichkeiten entgegen. Aus den rund 300 Personenkontrollen resultierten zehn Festnahmen auf oder in unmittelbarer Nähe des Messegeländes. Die neun befristeten Platzverweise wurden auf dem Kasernenareal (sechs), auf der Rosentalanlage (zwei) und auf dem Messeplatz (einer) ausgesprochen. Im vergangenen Jahr wurde auf dem gesamten Messeareal ein befristeter Platzverweis ausgesprochen. Alles in allem blickt die Kantonspolizei auf einen ruhigen Messejahrgang zurück.
Mehr «Spendenbetrüger» festgestellt
Neben den uniformierten Polizistinnen und Polizisten stand auch der Fahndungsdienst der Kantonspolizei im Einsatz. Ihm gelang es im Rahmen einer konzentrierten Aktion sowohl auf dem Messegelände selbst, wie auch auf dem restlichen Kantonsgebiet, während drei Wochen 28 Personen anzuhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft festzunehmen. Bei den festgenommenen elf Frauen und 17 Männern handelt es sich um Staatsangehörige aus Belgien, Bosnien und Herzegowina, China, Italien, Georgien, Kroatien, Rumänien, Serbien und dem Kosovo. 20 Personen liessen sich einen Taschen- oder Trickdiebstahl zu Schulden kommen, sechs traten als Spendenbetrüger in Erscheinung und zwei Männer werden des Jackentricks bezichtigt.
Der Fahndungsdienst stellte in diesem Jahr eine Zunahme von Spendenbetrügern fest. Diese verleiten die Passantinnen und Passanten mittels falscher Spendenlisten zu Bargeldspenden auf der Strasse. Die Betrüger schrecken auch nicht davor zurück, ihre frei erfundenen Spendenaufrufe mit gefälschten Prüfzeichen zu versehen oder sich als «Mönche» auszugeben.
Vorsicht ist auch während der bevorstehenden Adventszeit geboten
Die Kantonspolizei rät auch besonders während der Adventszeit zu erhöhter Vorsicht vor Taschen- und Trickdieben, speziell aber auch vor unlauteren Spendensammlern. Gerade die Gedränge im öffentlichen Verkehr, auf dem Weihnachtsmarkt oder in Warenhäusern bieten Langfingern gute Chancen. Spendenaufrufe auf der Strasse sollten sehr genau geprüft werden, insbesondere, wenn vor Ort eine Geldspende verlangt wird.