Fünf Enkeltrickversuche innerhalb vier Stunden – Eine Täterin festgenommen

Mittwochnachmittag, 6. März 2013 wurden zwischen 14:00 und 16:00 Uhr fünf Rentnerinnen im Alter zwischen 65 und 75 Jahren angerufen. Die Rufnummer war jeweils unterdrückt. Eine Mann mit hochdeutschem Akzent forderte Geldbeträge zwischen 22'000 und 180‘000 Franken. Als Grund gab der Unbekannte sofortige Anzahlung für einen Wohnungskauf oder Notlage an.

Eine Frau holte bei einem Geldinstitut 75‘000 Franken und rief dann ihren vermeintlichen Bekannten an, um mitzuteilen, dass das Geld zum Abholen bereit sei. Ihre Bekannten waren jedoch in Deutschland. Die Rentnerin nahm daraufhin mit den Betrügern Kontakt auf und sagte diesen, dass ihre Bekannten in Deutschland seien. Daraufhin wurde das Telefongespräch unterbrochen. Kurze Zeit später erfolgte ein Rückruf. Der Anrufer gab sich als Polizist von Interpol aus und mahnte, die Polizeiarbeit nicht zu stören und den geforderten Geldbetrag sofort auszuhändigen. Erst dann wurde die Rentnerin misstrauisch und informierte die Luzerner Polizei, wie dies alle anderen Rentnerinnen sofort nach dem Anruf gemacht haben.

Bei einer der betroffenen Frauen wurde eine fingierte Geldübergabe unter Polizeiaufsicht geplant. Am vorgesehenen Übergabeort wartete eine Frau. Als diese das Kuvert entgegennahm wurde sie von den anwesenden Polizisten festgenommen. Bei der Betrügerin handelt es sich um eine 26-jährige Polin.
Der männliche Anrufer mit hochdeutschem Akzent blieb bis jetzt unbekannt und konnte noch nicht ermittelt werden.

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