Nach Flucht auf den Felgen festgenommen

Die Kantonspolizei führte in der Nacht auf Mittwoch, 5. Mai 2010, auf der A1 bei Baden eine koordinierte Fahndungs- und Verkehrskontrolle – eine sogenannte «Wühlmauskontrolle» – durch. Kurz nach Mitternacht wollten die Polizisten einen roten Fiat zur näheren Überprüfung anhalten. Der noch unbekannte Lenker befolgte das Haltezeichen zögerlich und hielt kurz an.  Plötzlich beschleunigte er und fuhr in Richtung Bern davon. Sofort folgte die Kantonspolizei mit einem bereitstehenden Patrouillenfahrzeug.
 
Der Automobilist versuchte, die Autobahn bei der Ausfahrt Baden-West zu verlassen, verlor aber auf der nassen Fahrbahn die Herrschaft über den Fiat. Dieser rutschte über die Ausfahrt hinaus und geriet auf den Grünstreifen. Dort löste sich der Reifen von einer Felge. Dies hielt den Automobilisten allerdings nicht davon ab, wieder auf die Autobahn zu fahren und die Flucht fortzusetzen. Inzwischen hatten weitere Patrouillenfahrzeuge zum Fluchtauto aufgeschlossen, das trotz seines nicht mehr betriebssicheren Zustandes mit bis zu 100 km/h weiterfuhr. Die Flucht endete rund zwölf Kilometer weiter bei Lenzburg, wo die Polizisten den Fiat endgültig stoppen konnten. Der Lenker liess sich widerstandslos festnehmen.
 
Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 50-jährigen Italiener aus dem Kanton Solothurn. Er ist mit Führerausweisentzug belegt. Zudem stellte sich heraus, dass am Fiat entwendete Kontrollschilder angebracht waren. Noch sind die Hintergründe davon unklar. Das Bezirksamt setzte den Mann für entsprechende Abklärungen in Untersuchungshaft.
 
Im übrigen verhaftete die Kantonspolizei bei der «Wühlmauskontrolle» einen 22-jährigen Serben, der im Fahndungsregister ausgeschrieben war. Zudem zog sie zwei alkoholisierte Automobilisten aus dem Verkehr.
 

 

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