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Wasser für weitere 50 Jahre

Heiden. Das EW Heiden darf weiterhin die Wasserkraft des Gstaldenbachs nutzen. Der Regierungsrat erneuerte die Konzession um weitere 50 Jahre.

Das Elektrizitätswerk Heiden darf mit dem Kraftwerk List/Hinterlochen weiterhin Strom produzieren. Nach einem langwierigen, mehr als fünfjährigen Verfahren gab der Regierungsrat jetzt grünes Licht für die Konzessionserneuerung zur Nutzung der Wasserkraft des Gstaldenbachs. Das Schweizer Gewässerschutzgesetz lässt aber eine so starke Nutzung wie in der Vergangenheit nicht mehr zu. Früher flossen nur 1 Liter Wasser pro Sekunde als Restwassermenge den Gstaldenbach hinab. Um die zukünftige Nutzung ökologisch wie auch wirtschaftlich vertreten zu können, wurde die Restwassermenge unterhalb der Staumauer «List» nun auf 15 Liter pro Sekunde festgesetzt. Dies erfolgt innerhalb des gesetzlichen Rahmens und unter Festsetzung ökologischer Ausgleichsmassnahmen.

Renaturierung und Schutzgebiet
Verschiedene Projekte sind daher in einer Schutz- und Nutzungsplanung (SNP) festgelegt worden. Darunter fallen die Sanierung der Sperre «Altes Schwimmbad» in Heiden, die Renaturierung des Gstaldenbachs im Bereich Kohlplatz-Hinterbissau, die Ausdolung des Langmoosbachs, die Uferbestockung am Löchlibach sowie die Erstellung eines Schutzgebietes am Oberlauf des Gstaldenbachs. In der Diskussion konnten dabei auch die Einsprachen von Umweltverbänden und Gemeinden teilweise geregelt werden. Die Schutz- und Nutzungsplanung wird nun dem Bundesrat zur Prüfung vorgelegt. Die Wasserrechtskonzession tritt erst nach dessen Genehmigung definitiv in Kraft.

Einheimische Stromproduktion erhalten
Das Kraftwerk List/Hinterlochen produziert etwa 1,8 Millionen Kilowatt Strom pro Jahr. Es versorgt damit knapp 10 Prozent der Haushalte in Heiden mit erneuerbarer und einheimischer Energie. Der Entscheid für eine Konzessionserneuerung ist im Sinne der schweizerischen und kantonalen Energiepolitik, die eine einheimische Stromproduktion zwecks Versorgungssicherheit erhalten will.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 26.01.2007 - 14:26:00