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Saint-Jean GE: Jägger und sein Hundeführer finden unterkühlten Mann (81)


Am Mittwoch, den 8. Dezember 2021, gegen 1 Uhr morgens, werden unterhalb der Klippen von Saint-Jean Hilferufe gemeldet.

Es regnet in Strömen, das Gelände ist rutschig und sehr schwer zugänglich, da es sehr steil und mit dichter Vegetation bewachsen ist. Unter schwierigen Bedingungen wird eine Suche durchgeführt, die jedoch erfolglos bleibt… Selbst dem eingesetzten Hubschrauber gelingt es nicht, eine menschliche Gestalt zu entdecken.

Jägger, ein sechseinhalb Jahre alter deutscher Schäferhund, wird von seinem Herrchen, Hauptfeldwebel Julien B., auf die Suche geschickt. Kurz vor 2 Uhr morgens nimmt Jägger eine Spur auf und entfernt sich zielstrebig, indem er das rutschige und steile Gelände hinabstürzt, gefolgt von seinem Hundeführer. Schliesslich finden sie, was sie seit fast einer Stunde gesucht hatten: einen 81-jährigen Mann, der unterkühlt ist. Er befindet sich an einer Stelle, von der aus es aufgrund einer Klippe unmöglich ist, das Ufer zu erreichen oder auch nur den Aufstieg zwischen den Bäumen auf sehr rutschigem Untergrund zu wagen… Ausserdem ist ein Hubschraubereinsatz aufgrund der Vegetation nicht möglich.


Jägger, Hund der Genfer Polizei

Jägger, Hund der Genfer Polizei (Bild: Kapo Genf)


Die Rettungskräfte werden benachrichtigt und die Kameraden des Brand- und Rettungsdienstes (SIS) haben alle Hände voll zu tun, um sich einen Zugang zu verschaffen und vor allem eine mögliche Route mit einer Trage zu definieren, um das Opfer mit einer Seilwinde hochzuziehen.

In der Zwischenzeit gesellt sich ein Kollege von Julien mit Rettungsdecken zu ihm. Der ältere Herr erklärt ihnen, dass er gegen 16:30 Uhr bei einem Spaziergang gestürzt sei. Die Polizisten sind beeindruckt von der Kraft, die das Opfer trotz seiner fortgeschrittenen Müdigkeit aus sich herausholt. Der Mann schafft es sogar, mit den Polizisten zu scherzen und zu lachen, die ihm mehrere Stunden lang Gesellschaft leisten. Der SIS ist seinerseits immer noch damit beschäftigt, die Route für die Winde der Trage festzulegen und einzurichten.

Gegen 5:30 Uhr morgens findet der 81-Jährige dank Jäggers Spürsinn, der Anwesenheit der Polizei und der harten Arbeit des SIS wieder festen Boden unter den Füssen. Ein Krankenwagen versorgt ihn, während die Nachtschicht von Jägger und Julien zu Ende geht.

Quelle: Kapo Genf
Bildquelle: Kapo Genf


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GenfGenf / 10.12.2021 - 07:00:48