• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Mutter (35) bei Brand verstorben, Kinder verletzt

In der Nacht auf Samstag ist in einem Mehrfamilienhaus in Lütschental ein Feuer ausgebrochen. Eine Frau verstarb noch vor Ort. Zwei Kinder wurden verletzt mit der Rega in ein Spital geflogen. Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen zu den Umständen und zur Brandursache aufgenommen.

Die Meldung, dass ein Dachstock eines Mehrfamilienhauses an der Stegmatte in Lütschental brenne, ging bei der Kantonspolizei Bern am Samstag, 4. Juli 2020, um kurz vor 1.35 Uhr, ein.

Als die Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort eintrafen, stellten diese eine starke Rauchentwicklung im Bereich des obersten Stockwerkes der Liegenschaft fest. Mehrere Bewohner des Hauses befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits ausserhalb des Gebäudes, gaben jedoch an, dass zwei dort wohnhafte Personen noch vermisst werden. Ein verletztes Kind, das sich bereits ausserhalb des Gebäudes befand, wurde von einer Bewohnerin betreut. Den Feuerwehren gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen und schliesslich zu löschen.

Im Verlaufe der Löscharbeiten konnten die Rettungskräfte eine Frau und ein weiteres Kind im Bereich der obersten Wohnung auffinden und bergen. Trotz Reanimation verstarb die Frau noch vor Ort. Es bestehen konkrete Hinweise, dass es sich dabei um die Bewohnerin der Wohnung, eine 35-jährige Schweizerin, handelt. Die formelle Identifikation steht noch aus. Die beiden Kinder, 9- und 11-jährige Knaben, wurden verletzt und mussten mit der Rega in ein Spital geflogen werden. Sechs weitere Bewohner des Hauses sind nach jetzigen Kenntnissen nicht verletzt.

Der untere Bereich des Mehrfamilienhauses ist noch bewohnbar. Aufgrund der grossen Rauchentwicklung wurden für die Bewohner mit Hilfe der Gemeinde aber individuelle Lösungen gefunden. Die Stegmatte musste für den Verkehr zeitweise gesperrt werden, eine Umleitung wurde eingerichtet. Im Einsatz standen nebst den Feuerwehren Grindelwald-Lütschental und Bödeli auch zwei Helikopter der Rega, zwei Ambulanzteams sowie das Care Team des Kantons Bern zur Betreuung von betroffenen Personen. Eine Brandwache wurde gestellt.

Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland Ermittlungen zur Klärung der Umstände und zur Brandursache aufgenommen.

BernBern / 04.07.2020 - 11:56:34