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«Muss zuerst ein Polizist sterben, damit die Politik reagiert?»

Genf/GE In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2018 wurde ein Polizist der Genfer Kantonspolizei bei einem Einsatz schwer verletzt. Als er im Stadtteil Eaux-Vives bei einer Schlägerei eingreifen wollte, wurde er mit einem Faustschlag niedergestreckt und erlitt eine Schädelfraktur. Das Opfer musste ins künstliche Koma versetzt werden. Der mutmassliche Täter wurde verhaftet.

Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB hat mit sehr grosser Besorgnis von diesem feigen Angriff Kenntnis genommen. Die VSPB-Geschäftsleitung erinnert eindringlich und erneut an die Tatsache, dass die Fälle von Gewalt gegen Beamte kontinuierlich zunehmen – die Straftaten gegen Art. 285 StGB haben sich seit 2011 praktisch verdoppelt – und fordert von den politischen Vertretern eine deutliche Verschärfung des Strafrahmens.

«Wir stellen allgemein eine deutliche und besorgnis- erregende Zunahme von Gewalt fest, wie beispielsweise der kürzlich erfolgte Angriff auf fünf junge Frauen in Genf», sagt VSPB-Präsidentin Johanna Bundi Ryser und betont: «Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten darf auf keinen Fall toleriert werden. Darum ist es auch völlig inakzeptabel, dass die politischen Vertreter den Mut nicht aufbringen, um endlich das Strafmass bei Gewalt gegen Behörden und Beamte zu verschärfen.» Der VSPB hofft, dass sich der verletzten Kollege ohne bleibende Einschränkungen von diesem brutalen Angriff erholt und der Täter mit aller Härte bestraft wird.

GenfGenf / 13.08.2018 - 16:09:16