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Kantonspolizei Zürich: Sicherheit im Alter – hilfreiche Präventionsangebote

Die digitale und mobile Welt stellt besondere Herausforderungen an Menschen jeden Alters. Betrüger spekulieren am Telefon oder im Internet auf nicht gut informierte Opfer und suchen sich gerne Personengruppen aus, die leichter auf ihre Tricks hereinfallen, zum Beispiel ältere Menschen.

Hier finden Seniorinnen und Senioren, aber auch ihre Angehörigen und Bekannten relevante Informationen.

Das heutige Leben bietet viele Vorteile für ältere Menschen. So kann man bequem via Internet einkaufen oder mit dem E-Bike Verwandte und Bekannte besuchen gehen. Auch wenn dies praktisch ist, lohnt es sich, aufmerksam zu sein und sich bewusst zu sein, dass die Neuerungen auch mit gewissen Risiken verbunden sind. So übersieht man schnell einmal ein unseriöses Angebot im Internet. Und im Strassenverkehr ist man abgelenkt und unaufmerksam. Doch dagegen kann man etwas tun. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Sicherheit. Wer die Gefahren kennt, ist besser geschützt.



Gut beraten von der Polizei

Die Polizei informiert Sie über kriminelle Maschen, denen ältere Menschen in besonderer Weise ausgesetzt sind: Falsche Polizisten, Gefahren am Telefon, im Internet und in sozialen Netzwerken. Sie weist aber auch auf Gefahren hin, die einem unterwegs und im Strassenkehr begegnen können. Darüber hinaus spricht sie Gewalt in der Pflege oder das Weglaufen von an Demenz erkrankten Menschen an und zeigt auf, wie wichtig nachbarschaftliche Kontakte sein können.

Präventionsangebote

Sie finden hier ein breitgefächertes Angebot an vorbeugenden Informationen, Beratungsangeboten und nützlichen Adressen von Partner- und Hilfsorganisationen.

Scheuen Sie sich nicht, Ihre Polizei zu kontaktieren, wenn Sie Fragen zu Ihrer Sicherheit haben. Dinge können passieren. Die Polizei hilft Ihnen. Mit den Angeboten sind Sie auch im besten Alter immer gut beraten.

Die Kantonspolizei Zürich ist auch in Ihrer Region mit Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen und Phänomen für Sie unterwegs. Und mit dem Präventionsmobil nimmt sie schnell und unkompliziert Einfluss auf das Geschehen und sucht den direkten Kontakt zur Bevölkerung. Sie können die Kantonspolizei auch unverbindlich kontaktieren.

Kriminelle Maschen

Es gibt unterschiedliche Formen von Kriminalität wie Einbruch & Diebstahl, Betrugsformen und Gefahren im Internet. Dabei wird gezielt die Hilfsbereitschaft, Gutgläubigkeit oder Unsicherheit von Personen ausgenutzt, um sie zu täuschen und an vertrauliche Informationen zu gelangen oder sie zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Ältere Menschen werden eher Opfer von Straftaten, die auf Täuschungen basieren. Täter suchen auch nach Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt, allein oder einsam sind, und geben ihnen das Gefühl, beachtet, gebraucht und anerkannt zu sein.

Doch vor den Machenschaften der Kriminellen können sich auch älter werdende Menschen schützen. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, um beispielsweise vor Telefonbetrug, Passwort fischen, Abzocke oder Trickdieben an der Haustür sicher zu sein.

Die Polizei stellt nie Geldforderungen am Telefon

Benachrichtigen Sie über die Notrufnummer 117 umgehend die Polizei, wenn Ihnen eine Situation verdächtig erscheint.

Sicherheit im Internet

Das Internet bietet auch älteren Menschen viele Möglichkeiten: Nachrichten lesen und schreiben, einkaufen, Reisen buchen oder einen Partner finden – alles bequem von zu Hause aus. Das ist in jeder Lebenslage praktisch. Vieles ist aber nicht so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Mit einem bewussten Umgang und einer gesunden Portion an Misstrauen bleiben Sie aber auf der sicheren Seite.

Die Polizei klärt die Bevölkerung über aktuelle Gefahren im Internet auf. Viele Deliktsformen sind auch im Internet relativ einfach durchschaubar, wenn man sie kennt. Der Übergang von Kriminalität in der realen zur digitalen Welt ist fliessend. Mit alten und neuen Tricks wollen Diebe und Betrüger – vermehrt über das Internet – nur eines: Ihr Geld. Seien Sie darum vorbereitet: mit starken Passwörtern, Datensicherung und einem Realitätscheck.

Gewalt im Alter

Statistisch gesehen ist die Gefahr eher gering, als älterer Mensch Opfer von allgemeiner Gewalt – etwa von Körperverletzungen oder Raubdelikten – zu werden. Die Gefährdung älterer Menschen, die vielleicht auch aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen auf die Hilfe Dritter angewiesen oder abhängig sind, darf jedoch nicht unterschätzt werden. Der eigenständige Zugang für Hilfe ist gerade für alte, pflegebedürftige oder an einer Form von Demenz erkrankte Menschen vielfach problematisch bis unmöglich.

Die Formen von häuslicher Gewalt sind unterschiedlich. Sie können beispielsweise auch im Bereich der Betreuung und Pflege von älteren Menschen vorkommen, sowohl in einem Alters- und Pflegeheim oder in den eigenen vier Wänden. Die Polizei setzt sich mit dafür ein, dass Gewalt gestoppt, Opfer geschützt und gewaltausübende Personen zur Verantwortung gezogen werden.

Die Pflege und Betreuung von Menschen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Nicht immer lassen sich aber Konflikte allein lösen. Die Polizei bietet auch Hilfe für Angehörige und Bekannte von älteren Menschen an. Helfen Sie Betroffenen. Mit den polizeilichen Hilfsangeboten sind Sie gut beraten.

Mobile Senioren

In Zukunft ist mit immer mehr älteren Verkehrsteilnehmern zu rechnen, die möglichst lange mobil bleiben wollen. Dabei haben gerade E-Bikes bei älteren Menschen Aufwind. Die Teilnahme am Strassenverkehr ist mit zunehmendem Alter aber auch immer anspruchsvoller und riskanter. Ältere Menschen zählen neben Kindern zu den besonders gefährdeten Personen im Strassenverkehr.

Mit präventiven Massnahmen für weniger Senioren-Unfälle werden Senioren geschützt. Auch Sie können etwas für die Sicherheit im Strassenverkehr tun; beispielsweise mit der Überprüfung der eigenen Fahrtauglichkeit, einem sicheren Umgang mit E-Bikes und mit mehr Sichtbarkeit im Strassenverkehr.

Ansprechstellen vor Ort

Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt für die Lebensqualität älterer Menschen. Diebstahl, Internet-/Telefonbetrug, Körperverletzungen und andere Delikte können auch in Alters- und Pflegeheimen vorkommen. Die Kantonspolizei Zürich geht entschieden gegen diese Kriminalität vor. In allen Regionen des Kantons pflegt sie deshalb einen regelmässigen Austausch mit diesen Institutionen. Die Polizeiposten stehen als Ansprechstellen zur Verfügung.



Fachstelle Seniorenschutz

Die Kantonspolizei Zürich betreibt die Fachstelle Seniorenschutz. Diese ist darauf ausgerichtet, in Ermittlungsverfahren den besonderen Bedürfnissen von verletzlichen Seniorinnen und Senioren als Opfer von Straftaten nachzukommen. Sie beobachtet und analysiert die Entwicklungen zur Früherkennung heikler Situationen oder Aufdeckung von verborgenen Straftaten. Zur Optimierung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie für die Ausgestaltung von wirksamen Massnahmen, insbesondere auch zur Verhinderung von Straftaten, ist die Fachstelle Seniorenschutz mit vielen Partnerorganisationen vernetzt. Sie koordiniert und leitet einen regelmässigen Erfahrungsaustausch (Runder Tisch) und ist Ansprechstelle für komplexe Fragestellungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Kapo Zürich
Titelbild: Dmytro Zinkevych – shutterstock.com

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ZürichZürich / 13.01.2022 - 08:53:07