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«Ich würde gerne mal brennen»

Appenzell. Ein Appenzeller erobert die Stuntwelt - im Schweizer Fernsehen und vielleicht schon bald in Hollywood. appenzell24.ch hat «Stunthero» Kandidat Urs Inauen gesprochen.

Snowboarden, gleitschirmfliegen, biken, tauchen und wandern gehören zu seinen Hobbys. Kein Wunder braucht dieser junge Herr einen Beruf, bei dem Adrenalin die berufliche Grundlage ist. Der 22-jährige Urs Inauen ist einer von zehn Kandidaten, die jeden Dienstag um 19.55 Uhr im Schweizer Fernsehen in der Serie «Stunthero» um den Titel eines Stuntprofis kämpfen. Inauen, der Vertreter des Appenzellerlandes gibt Vollgas.

Wie kommt man zu «Stunthero»?
An einem verregneten, langweiligen Nachmittag in Davos sah ich den Trailer zu «Stunthero». Daraufhin hatte ich mich spontan angemeldet, doch nie mit einer Teilnahme gerechnet.

Lange hörte ich nichts vom Schweizer Fernsehen, bis ich die Bewerbung beinahe vergass. Und dann wurde ich eines Tages plötzlich kontaktiert. Die Überraschung war riesig.

Wie hat dein Umfeld auf deine Teilnahme in der Sendung reagiert?
Lange hatte ich es niemandem erzählt. Meine Mutter erfuhr von meiner Teilnahme erst, als ich ihr einen Zeitungsartikel dazu zeigte. Die meisten haben anfangs nur gelacht, waren dann aber positiv überrascht. Oft fiel der Spruch: «Das passt genau zu dir!»

Warst du schon in deiner Kindheit einer, der immer Abenteuer suchte?
Ja, das bestimmt, meine Mutter kann ein Lied davon singen. Doch ich war immer ein liebes Kind… doch etwas Seich lag da schon drin.

Ist die Schauspielwelt mit all seinem Glamour etwas für dich?
Stuntmen bewegen sich selten in der glitzernden Welt der Prominenten. Ich glaube auch nicht, dass mir der ganz grosse Rummel gefallen würde. Meistens sind es die Schauspieler, die die Anerkennung und den Ruhm für den Film erhalten.

Doch damit die Stuntmen nicht ganz in Vergessenheit geraten, gibt es jährlich die «Taurus-Stunt Awards», bei denen die besten Stuntmen ausgezeichnet werden.

Gibt es einen Stunt, den du besonders gerne machst oder machen würdest?
Ich liebe Stunts, die in irgendeiner Form mit Höhe zu tun haben, wie zum Beispiel der Höhensturz. Doch irgendwie finde ich alle Arten von Stunts ziemlich amüsant. Ich würde gerne mal brennen oder von einem Auto angefahren werden.

Vor Verletzungen scheue ich mich nicht, da in diesem Beruf der Sicherheit am meisten Aufmerksamkeit geschenkt wird. Nichts wird gemacht, was gefährlich oder fahrlässig sein könnte. Der Rest ist reines Berufsrisiko.

Wie findet man den Mittelweg zwischen Angst und Respekt?
Als Stuntman geht man stets ein kalkulierbares Risiko ein. Man ist immer von Vertrauenspersonen umgeben, bei denen man sich sicher fühlt. In unserem Fall war es Oliver Keller, der Hollywood-Stuntprofi, und viele weitere bekannte Stuntmen aus aller Welt.

Angst habe ich vor einem Stunt nicht, aber eine gesunde Portion Respekt gehört dazu.

Gibt es einen Stunt, den du nicht ausführen würdest?
Ganz bestimmt würde ich nie einen Stunt ausführen, bei dem ich mein Leben riskieren würde. Der Beruf eines Stuntmans ist es nicht, das Leben zu riskieren. Seine Aufgabe ist es, alles was gefährlich aussieht, sicher auszuführen.

Im Film sind die Helden meistens Einzelgänger. Wie sieht das als Stuntman aus, ist Teamwork wichtig?
Ohne Team führt man keinen Stunt aus. Wird ein Stuntman gebucht, wird gleich sein ganzes Team dazu engagiert. Und für jeden Stunt arbeiten nur die besten Profis mit: Sei es nun ein Schwertkämpfer oder ein Helikopterpilot… nur diese Professionalität gewährleistet die notwendige Sicherheit.


Inauen in den Mund gelegt…
Appenzeller sind…
… lustige Leute.

Wenn sich mein Gehalt halbieren würde,…
… müsste ich doppelt so viel arbeiten.

Wenn ich Lottomillionär werde,…
… wäre ich bestimmt schon viermal vom Blitz getroffen worden.

Ich habe es noch nie getan, wollte aber schon immer einmal…
… einen Achttausender besteigen.

Ich wollte meinem besten Freund schon immer einmal sagen,…
… mach weiter so.

Nach den Ferien zur Arbeit zu gehen,…
… ist hart.

Ich bekomme Gänsehaut,…
… wenn ich mich plötzlich im Fernsehen sehe.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 03.10.2007 - 08:19:00