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Frühlingshafter Weihnachtsverkauf

Herisau. Bisher haben viele die Weihnachtszeit wegen des warmen Wetters ein wenig künstlich empfunden. Wie hat sich die fehlende Feststimmung auf das Weihnachtsgeschäft ausgewirkt?

Weihnachten ohne Schnee haben wir schon unzählige Male erlebt. Weihnachten mit Temperaturen wie im Frühling noch nie. Obwohl die Sonne und die warmen Temperaturen uns positiv aufs Gemüt schlagen fehlt eines: Die weihnächtliche Atmosphäre.

Mit dem Schnee, der am Wochenende gefallen ist, kommen wir Weihnachten im Kopf so nahe, wie es in Wirklichkeit ist: In zehn Tagen ist Heilig Abend. Schweizweit haben die Geschäfte vertönen lassen, dass sie keinerlei Einbussen wegen dem Wetter im Weihnachtsverkauf zu verspüren haben – im Gegenteil. Wie ist das in Herisau?

Keine Spontaneinkäufe
Urs Brand vom Schmuckgeschäft Atelier Brand in Herisau stösst ins gleiche Horn wie die Geschäfte schweizweit. «Wir können durchaus zufrieden sein mit dem momentanen Geschäftsgang», sagt er. Es würde gar besser laufen als im vergangenen Jahr. Doch was nach seinen Aussagen spürbar anders ist, ist die Mentalität der Kunden. «Die typischen weihnächtlichen Spontaneinkäufe bleiben aus. Die meisten Kunden kommen und kaufen das, was sie sich vorgenommen haben. Kunden die einfach einmal einen Blick auf das Angebot werden und dann etwas kaufen oder auch nicht, bleiben weg.» Dies mit Sicherheit aufgrund der fehlenden Weihnachtsstimmung.

Trotzdem macht sich Urs Brand keine Sorgen um das Weihnachtsgeschäft. «Die Leute merken spätestens einen Tag vor Heilig Abend, dass Weihnachten halt auch bei diesen Temperaturen vor der Tür steht und man trotzdem Geschenke haben muss.»

Guter Absatz am Adventsbeginn
Trotz fehlender Weihnachtsstimmung läuft auch das Geschäft im Blumengeschäft Blumen Ambiente gut – sehr gut sogar, wie Katharina Preisig, Geschäftsinhaberin sagt. «Ich habe das Gefühl, dass die Leute ihr Geld mehr ausgeben als im letzten Jahr», sagt sie, «vor allem im November, als bald der erste Advent anstand, haben wir viele Adventskränze, Kerzen oder Accessoires verkauft.» Eine kleine Flaute sei dafür in den mittleren Adventswochen zu spüren. Dann seien die Leute eingedeckt und würden erst wieder auf Weihnachten Dekorationen einkaufen.

Dem Gemüt etwas Gutes tun
Auch Kathrin Löw-Rippstein will sich keineswegs über einen schlechten Absatz in ihrem Geschäft Kaleidos beklagen. Dies jedoch nicht nur wegen dem bevorstehenden Weihnachtsfest. «Wir spüren jeweils sofort mit dem frühen Eindunkeln die zunehmende Kundschaft», sagt sie, «in der dunkeln Jahreszeit kommt bei den Leute eben das Bedürfnis nach stimmungsaufhellenden Produkten auf.» Die Leute würden ihrem Gemüt gerne etwas Gutes tun und ihr Zuhause schön gestalten.

Analog dem Absatz einiger Herisauer Gewerbler können sich viele auf schöne Geschenke unter dem Christbaum freuen – dies trotz den bisherigen Frühlingstemperaturen. Und Frau Holle hat ja am Wochenende bereits einen kleinen Vorgeschmack auf ihre bevorstehende Arbeit in Herisau gegeben.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 14.12.2006 - 10:21:00