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«Danke für mein versautes Leben»

Ausserrhoden. Im Streit stach eine 28-jährige Marokkanerin 2005 ihren 20 Jahre älteren, Ausserrhoder Ehemann nieder. Am Donnerstag, 30. November, stand sie in Trogen vor Gericht.

Die Marokkanerin soll ihren späteren Ehemann, einen Chauffeur, bereits als 17-Jährige in ihrem Heimatland kennengelernt haben, der Ausserrhoder nahm sie dann mit in die Schweiz. Als nach der Heirat das Geld knapp wurde, prostituierte sich die junge Frau regelmässig.

Mit Fleischermesser zugestochen
Das Ehepaar stritt sich wohl öfters, so auch an besagtem Tag im Jahr 2005, als die Angeklagte ihrem auf dem Bett liegenden Mann mit einem Fleischermesser brutal in Rücken und Brust stach. Der Mann konnte jedoch verletzt die Flucht ergreifen und sich bei Nachbarn in Sicherheit bringen, die Frau wurde kurz darauf verhaftet.

Offenbar stach die Marokkanerin ihren Ehemann nieder, weil sie ihm die Schuld an vielem gab – nach der Bluttat hinterliess sie eine Notiz mit den Worten: «Danke für mein versautes Leben».

Bis zu drei Jahren Gefängnis
Im Prozess vor dem Trogener Kantonsgericht forderte der Staatsanwalt gestern Donnerstag 36 Monate Haft, die Verteidigung meint, der Mann habe seine Frau zur Prostitution gezwungen und hofft laut 20minuten auf ein Strafmass von 18 Monaten. Ein Urteil steht noch aus.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 01.12.2006 - 08:54:00