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A2 / Sissach–Eptingen BL: Wildtierüberführung Tenniken

Anfang September hat das Bundesamt für Strassen ASTRA die Begleitkommission des Erhaltungsprojekts A2 Sissach-Eptingen über den aktuellen Projektstand orientiert.

Unter anderem wurde aufgezeigt, dass in Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Landschaft der Wildtierübergang Tenniken teilweise in Holz gebaut werden soll.

Im letzten Jahr wurde mit der Ausführung des Erhaltungsprojekts der A2 zwischen Sissach und Eptingen begonnen. Die Begleitkommission, zusammengesetzt aus Vertretern des Kantons Basel-Landschaft und den betroffenen Gemeinden, wurden am 6. September 2022 über den aktuellen Projektstand orientiert.

Im nördlichen Projektperimeter zwischen dem Anschluss Sissach und dem Rastplatz Mühlematt werden 2022 die Röhre des Tunnels Ebenrain in Fahrtrichtung Luzern und die Lindenackerbrücke saniert. Im südlichen Projektperimeter vom Rastplatz bis zum Anschluss Eptingen erfolgen Arbeiten an der Unterführung beim Anschluss Diegten und der Stützmauer Schaubrain bei Eptingen sowie Felssicherungsarbeiten beim Tunnel Oberburg bei Diegten.

2023 folgt die Sanierung der Röhre in Fahrtrichtung Basel des Tunnels Ebenrain. Im südlichen Projektperimeter wird mit der allgemeinen Instandsetzung der Fahrbahnen, Kunstbauten und Stützmauern begonnen.

Parallel wird das Ausführungsprojekt (Auflageprojekt) für die Wildtierüberführung in Tenniken erarbeitet.

Wildtierquerung in Tenniken

Wildtierkorridore sind feste Routen, auf denen sich Wildtiere grossräumig bewegen. Sie verbinden fragmentierte Ökosysteme oder geeignete Lebensräume und sind für Wildtiere lebensnotwendig. In Tenniken liegt der Wildtierkorridor von überregionaler Bedeutung „BL 11“. Der beeinträchtigte Korridor soll durch den Bau einer Wildtier- passage saniert werden.

Bis ein solches Projekt gebaut werden kann, ist es oft ein langer Weg. Es wurden zahlreiche Variantenstudien erstellt, bis die beste Lösung gefunden wurde. Die geplante Wildtierüberführung wird den Wildtieren in Zukunft ermöglichen, sowohl die National- als auch die Kantonsstrasse sicher zu queren. Das Besondere am Bauwerk: Der Teil, der über die Kantonsstrasse führt, soll teilweise aus Holz gebaut werden. Konkret werden Brettschichtholzträger, als Balken auf Stahlbetonwänden gelagert, die Kantonstrasse überbrücken. Die Stahlbetonwände, sowohl bei der National- strasse als auch bei der Kantonsstrasse, werden zugunsten des Lärmschutzes mit Holz verkleidet.

Die öffentliche Auflage wird voraussichtlich 2023 stattfinden, die Realisierung erfolgt frühestmöglich voraussichtlich 2026.

Kanton Basel-Landschaft will vermehrt mit Holz bauen

Der beteiligte Kanton Basel-Landschaft freut sich über das Projekt. „Die nun gefundene Lösung passt in die Strategie des Kantons, in Zukunft vermehrt Bauten aus Holz zu realisieren. Bauen mit Holz stärkt die regionale Wertschöpfungskette und wenn es verbaut wird, speichert es während Jahrzehnten rund eine Tonne CO2 pro verbautem Kubikmeter Holz. Nicht zuletzt, weil der Kanton selbst Waldeigentümerin ist, legen wir auch in Zukunft den Fokus auf Bauen mit Holz.“ – Drangu Sehu, Kantonsingenieur Basel-Landschaft.



 

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA
Titelbild: Symbolbild © Bundesamt für Strassen ASTRA

Basel-LandschaftBasel-Landschaft / 07.10.2022 - 11:22:24