Gefahren unterm Weihnachtsbaum: Hunde und Katzen schützen

Wenn es draussen kalt wird, kehrt weihnachtliche Stimmung ein und in vielen Haushalten wird geschmückt und gebacken. Für unsere vierbeinigen Mitbewohner können Dekorationen und Weihnachtsplätzchen jedoch schnell zur Gefahr werden. Gerade Hunde und Katzen erkunden neugierig ihre Umgebung und so manch festliche Versuchung landet unbemerkt im Maul.

Wissenswertes und Tipps rund um typische Gefahrenquellen und winterliche Risiken präsentiert polizeinews.ch in Kooperation mit der Tierarztpraxis zur Schmiede.



Schokolade & Plätzchen – süsse Verführung mit bitteren Folgen

Schokolade gehört zu Weihnachten wie der Tannenbaum. Doch gerade diese Leckerei ist für Tiere hochgefährlich. Der in Kakao enthaltene Wirkstoff Theobromin kann von nur sehr langsam abgebaut werden. Schon geringe Mengen dunkler Schokolade oder Backkakao können schwere Vergiftungen auslösen. Typische Symptome sind Unruhe, Zittern, Erbrechen und erhöhter Puls; in schweren Fällen drohen Krampfanfälle oder gar Herzversagen.

Besonders tückisch ist, dass viele Tiere den süssen Geruch lieben und unbeaufsichtigte Süssigkeiten schnell stibitzen. Auch weihnachtliche Gebäcke wie Stollen oder Guetzli sind keine harmlose Alternative: Rosinen, Nüsse, Alkohol oder der Zuckeraustauschstoff Xylit können ebenfalls zu gefährlichen Reaktionen führen. Wer den Verdacht hat, dass das Tier etwas Giftiges gefressen hat, sollte umgehend einen Tierarzt kontaktieren – idealerweise mit Angaben zu Sorte, Menge und Zeitpunkt der Aufnahme. Je schneller gehandelt wird, desto besser stehen die Chancen auf eine vollständige Genesung.


Für Hunde ist Schokolade sehr gefährlich. (Bild: Sonja Rachbauer – shutterstock.com)

Lametta, Christbaumkugeln & Geschenkband – spielerisch in die Gefahr

Kaum ist der Baum geschmückt, sind viele Haustiere neugierig. Glitzerndes Lametta, funkelnde Kugeln und flatternde Geschenkbänder wirken wie Spielzeug – und wecken den Jagd- und Spieltrieb. Was harmlos aussieht, kann im Bauch lebensbedrohlich werden. Verschluckte Fäden oder Lamettastreifen können sich im Darm verheddern und zu gefährlichen Darmverschlüssen führen. Besonders Katzen neigen dazu, lange Bänder oder Schnüre zu fressen, die die Darmschleimhaut verletzen können. Auch Glasscherben von zerbrochenen Christbaumkugeln können Verletzungen verursachen.

Erste Anzeichen sind Würgen, Appetitlosigkeit, Schmerzen oder ungewöhnliche Bewegungen. In solchen Fällen ist sofort tierärztliche Hilfe nötig –Warten kann im schlimmsten Fall fatale Folgen haben. Wer sicher gehen möchte, greift beim Schmücken zu ungefährlicheren Alternativen: unzerbrechliche Kugeln, Filz- oder Holzschmuck, Papiersterne oder Strohfiguren. So bleibt der Baum festlich und das Tier unversehrt.


Spielen mit der Weihnachtsdeko ist für Katzen unter Umständen gefährlich. (Bild: Anna V. Ponomareva – shutterstock.com)

Streusalz, Eis & Winterpfoten – unterschätzte Risiken im Schnee

Nicht nur im Haus lauern Gefahren: Auch draussen, auf winterlichen Spaziergängen, kann es heikel werden. Viele Wege werden im Winter mit Streusalz behandelt, um Glätte zu verhindern. Was für uns praktisch ist, bedeutet für Hunde schmerzende Pfoten. Das Salz reizt die Haut, verursacht Risse, Entzündungen und kann sogar zu Blutungen führen. Wenn das Tier die Pfoten danach ableckt, gelangt das Salz in den Magen-Darm-Trakt – häufige Folgen sind Erbrechen, Durchfall oder allgemeines Unwohlsein.

Um Pfotenproblemen vorzubeugen, empfiehlt sich vor und nach dem Spaziergang eine kurze Pflegeroutine: Das Fell zwischen den Ballen sollte gekürzt und die Pfoten anschliessend mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Ein Pfotenbalsam oder eine schützende Wachsschicht hilft zusätzlich, Reizungen zu verhindern. Wer möchte, kann auch spezielle Hundeschuhe verwenden, besonders auf stark gestreuten Wegen. Und statt herkömmlichem Streusalz sollten Tierhalter auf dem eigenen Grundstück besser Sand, Splitt oder salzfreie Enteisungsmittel verwenden.


Streusalz und Schnee machen Hundepfoten zu schaffen. (Bild: movchanzemtsova – shutterstock.com)

Pflanzen, Düfte & Kerzen – unterschätzte Weihnachtsfallen

Neben Essen und Deko bergen auch Weihnachtspflanzen und Raumdüfte Gefahren. Beliebte Gewächse wie Weihnachtsstern, Amaryllis, Stechpalme oder Mistel sind für Tiere giftig. Schon kleine Mengen können Erbrechen, Durchfall oder neurologische Symptome hervorrufen. Ähnlich riskant sind ätherische Öle und Duftkerzen, die bei Katzen zu Atemwegsreizungen oder gar Vergiftungen führen können.

Achten Sie darauf, Pflanzen ausser Reichweite aufzustellen und Duftöle nur sparsam zu verwenden. Offene Kerzen sollten grundsätzlich nie unbeaufsichtigt brennen – neugierige Katzen und schwanzwedelnde Hunde können sie leicht umstossen. Wer natürliche Alternativen bevorzugt, setzt auf Zimtstangen, Orangenscheiben oder Nelken für einen angenehmen Raumduft ohne Risiko.


Haustiere und Kerzen sollten niemals ohne Aufsicht bleiben. (Bild: New Africa – shutterstock.com)

Vorsorge & Aufmerksamkeit – die beste Weihnachtsversicherung

Viele Unfälle passieren in Sekunden. Daher lohnt es sich, im Alltag bewusst zu handeln. Lebensmittel gehören konsequent ausser Reichweite, Dekorationen werden so platziert, dass Tiere sie weder erreichen noch abknabbern können. Kinder sollten lernen, dass nicht jedes Guetzli oder Band auch fürs Haustier bestimmt ist. Eine tierfreundliche Wohnungsgestaltung mit sicheren Materialien sorgt dafür, dass alle unbeschwert feiern können. Ebenso wichtig: die Telefonnummer der Tierarztpraxis und einer Tiernotfallklinik sollte griffbereit liegen, falls doch etwas passiert.

Mit etwas Planung und Aufmerksamkeit lassen sich die meisten Risiken vermeiden – und das Weihnachtsfest wird auch für Vierbeiner zu einer entspannten Zeit voller Wärme und Geborgenheit.


Das erfahrene Team der Tierarztpraxis zur Schmiede unterstützt bei allen Fragen. (Bild: Tierarztpraxis zur Schmiede)

Tierfreundlich feiern – mit Unterstützung der Tierarztpraxis zur Schmiede

Ein festlich geschmücktes Zuhause, leuchtende Kinderaugen und glückliche Tiere – so wünschen wir uns die Feiertage. Doch gerade in dieser Zeit ist Achtsamkeit gefragt. Schokolade, Lametta, Streusalz oder giftige Pflanzen sind keine harmlosen Nebensächlichkeiten, sondern potenzielle Gesundheitsrisiken, die schnell ernst werden können. Wer rechtzeitig vorbeugt und im Notfall kompetente Hilfe sucht, schützt sein Tier zuverlässig vor weihnachtlichen Gefahren.

Unterstützung bietet dabei die Tierarztpraxis zur Schmiede GmbH in Henggart, die sich durch ein breites Leistungsspektrum und viel Erfahrung im Umgang mit Kleintieren auszeichnet. Die Praxis bietet umfassende Vorsorge- und Diagnostikleistungen – von Impfungen, Blutanalysen und digitalem Röntgen über Ultraschall bis hin zu chirurgischen Eingriffen und Zahnsanierungen. Ergänzt wird das Angebot durch Ernährungsberatung, Chiropraktik für Hunde, Katzen und Pferde sowie eine persönliche Betreuung, die individuell auf jedes Tier abgestimmt ist.

Im Notfall sind die Tierärztinnen und Tierärzte auch ausserhalb der regulären Sprechzeiten erreichbar. Für bestehende Kundinnen und Kunden besteht werktags bis 22 Uhr und samstags bis 18 Uhr eine Notfallnummer; ausserhalb dieser Zeiten arbeitet die Praxismit dem Tierspital Zürich zusammen. Damit steht Tierhalterinnen und Tierhaltern in jeder Situation ein verlässlicher Partner zur Seite – auch dann, wenn die festliche Freude einmal in Sorge umschlägt.

 

Titelbild: Monika Wisniewska – shutterstock.com

Empfehlungen