Meilen Di. 11. Juni 2019 - 11:10 Uhr / Kapo ZH/PN

Tatort Skype: Betrügerin schröpft Senior um 200'000 Franken

De Frau knöpfte dem gutgläubigen Opfer eine grosse Geldsumme ab. (Symbolbild)
De Frau knöpfte dem gutgläubigen Opfer eine grosse Geldsumme ab. (Symbolbild)

polizeinews.ch Meilen, Zürich (ZH), Zürich

Meilen/ZH Im letzten halben Jahr hat ein Mann einer Frau insgesamt rund 200‘000 Franken überwiesen, nachdem sie eine persönliche Notlage vorgetäuscht hatte. - Kapo ZH/PN

Der 71-jährige Mann wurde im Januar 2019 von einer ihm unbekannten Frau über Skype kontaktiert. In der Folge unterhielten sich die beiden immer wieder über Skype, aber auch per E-Mail und am Telefon.

Die Dame gab an, in Frankreich zu wohnen, 38 Jahre alt zu sein und eine Tochter zu haben. Nachdem sich vermeintlich freundschaftliche Bande zwischen den beiden geknüpft hatten, erzählte die Frau plötzlich, dass ihre Tochter an einer seltenen Form von Krebs leide und sie sich die nötige Operation nicht leisten könne.

Daraufhin überwies ihr der hilfsbereite 71-Jährige in mehreren Tranchen insgesamt rund 200‘000 Franken, bis ihm klar wurde, dass die Dame ihn betrogen hatte.

Die Kantonspolizei Zürich hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft See/Oberland die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen.

Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen und gibt folgende Tipps:

• Seien Sie misstrauisch bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen über das Internet.

• Seien Sie misstrauisch bei Kontaktaufnahmen über das Internet, die „umgehendes Handeln“ erfordern.

• Zahlen Sie niemals Geld an Menschen, die Sie nicht persönlich kennen. Ganz egal wie herzerweichend die Geschichte dahinter klingen mag und wie vertraut Sie sich mit der Person fühlen.

• Stellen Sie kritische Fragen und versuchen Sie, dem Gegenüber auf den Zahn zu fühlen. Hinterfragen.

• Bitten Sie den Internet-Kontakt um einen Video Chat: Zeigt er sein wahres Gesicht nicht, sollte Sie das äusserst misstrauisch machen (Typische Ausrede: PC hätte keine Kamera).

• Bleiben Sie so anonym wie möglich. Keine Telefonnummer, Adressen oder Bankdaten bekanntgeben.

• Melden Sie einen Betrug (auch einen Versuch dazu) bei der Polizei. Nur so kann den Betrügern das Handwerk gelegt werden. Zögern Sie nicht aus Scham, die Polizei zu informieren.
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1 KOMMENTARE

Ja das ist mir auch schon passiert eine Frau aus dem Kosovo aus Gjakova hat mich um 20000 Euro betrogen
Karsten-Frank Itermann sagte am 13. Jun 2019 09:35:47 #
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