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Meilen Mi. 3. Mai 2017 - 11:25 Uhr / Kapo ZH/PN

Falsche Polizistin ergaunert Rekordsumme bei Telefonbetrug

Geldinstituten Goldmünzen, wertvollen Schmuck sowie mehrere hochwertige Uhren und Bargeld im Gesamtbetrag von rund 800'000 Franken wurden von einem Telefonbetrüger ergaunert. (Symbolbild)
Geldinstituten Goldmünzen, wertvollen Schmuck sowie mehrere hochwertige Uhren und Bargeld im Gesamtbetrag von rund 800'000 Franken wurden von einem Telefonbetrüger ergaunert. (Symbolbild)
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polizeinews.ch Meilen, Meilen, Zürich (ZH), Zürich

Meilen/ZH. Eine unbekannte Telefonbetrügerin, die sich als Polizistin ausgab, hat am letzten Mittwoch (26.4.2017) eine Frau um Bargeld, Schmuck und weitere Wertgegenstände im Gesamtbetrag von über dreiviertel Millionen Franken betrogen. - Kapo ZH/PN

Die Betrügerin hat sich seit dem 10. April 2017 täglich mehrmals mit der 81-jährigen Frau aus dem Bezirk Meilen in Verbindung gesetzt. Sie sprach hochdeutsch mit süddeutschem Akzent und gab sich als Polizistin der Kriminalpolizei Zürich aus. In den rund zwei Wochen, rief sie die Seniorin täglich mehrmals an; um das Vertrauen der Dame zu gewinnen, dauerten die Telefonate teilweise mehrere Stunden. Dabei teilte die angebliche Polizistin der Frau mit, dass es Täter auf ihr gesamtes Vermögen abgesehen hätten und auch Angestellte der Bank darin verwickelt seien. Sie machte glaubhaft, dass ihr Bargeld und die weiteren Vermögenswerte nicht mehr sicher seien. Zudem wies die falsche Polizistin die Frau an, mit niemandem darüber zu sprechen, da dies die Ermittlungen gefährde. Ebenso machte sie die Frau darauf aufmerksam, dass sie permanent überwacht würde; dies zu ihrem eigenen Schutz.

Dies führte dazu, dass die Frau bei diversen Geldinstituten Goldmünzen, wertvollen Schmuck sowie mehrere hochwertige Uhren und Bargeld im Rekord-Gesamtbetrag von rund 800'000 Franken abholte. Die telefonisch vereinbarte Übergabe der Vermögenswerte an einen Unbekannten fand am 26. April 2017 bei ihr zu Hause statt.

Der 81-jährigen Frau wurde versprochen, dass sie die Wertgegenstände nach einigen Tagen zurückerhalten würde. Nachdem sich die angebliche Polizistin nach der Übergabe noch einmal gemeldet hatte, wurde sie nicht mehr kontaktiert. Schliesslich realisierte die Dame, dass sie Opfer eines Betruges geworden ist und erstattete Anzeige bei der Kantonspolizei Zürich.

Um sich vor Telefonbetrügern zu schützen, rät die Kantonspolizei Zürich zu folgendem:
Überprüfen Sie, ob es sich um einen echten Polizisten handelt, indem Sie die Nummer 117 wählen und nach dem spezifischen Polizisten fragen.

Seien Sie misstrauisch, wenn ein hochdeutsch sprechender Polizist Sie dazu bringen will, grössere Geldsummen abzuheben, zu zahlen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt nie grössere Bargeldsummen; erst recht nicht telefonisch.

Nehmen Sie Warnhinweise von Bankangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen.

Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an Ihnen nicht bekannte Personen. Deponieren Sie keinesfalls Geld oder Wertsachen irgendwo. Polizisten weisen sich immer mit ihrem Dienstausweis aus.
Melden Sie verdächtige Anrufe oder geplante persönliche Kontaktaufnahmen umgehend der Polizei auf der Notrufnummer 117.

Weitere Informationen zu dieser Betrugsmasche finden Sie auf www.telefonbetrug.ch
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1 KOMMENTARE

traurig....
max sagte am 15. Mai 2017 19:01:59 #
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