St. Gallen (SG) Fr. 29. November 2019 - 13:35 Uhr / Stapo SG/PN

Absage an die Aktivisten: Keine Bewilligung für Klimademo

Die Polizei sucht proaktiv den Dialog mit den Klimademonstranten. (Symbolbild)
Die Polizei sucht proaktiv den Dialog mit den Klimademonstranten. (Symbolbild)

polizeinews.ch St. Gallen (SG), Ostschweiz

St. Gallen/SG Die Stadtpolizei erteilt dem Klimakollektiv keine Bewilligung für die Freitagsdemo. Dies, weil Orte an der Route bereits mit bewilligten Veranstaltungen belegt sind. - Stapo SG/PN

In einer Medienmitteilung vom Dienstag kritisiert das Klimakollektiv die Stadtpolizei St. Gallen bezüglich einer nicht bewilligten Klimademo für Freitag, den 29.11.2019. Es ist richtig, dass ein Gesuch für eine Klimademo am kommenden Freitag abgelehnt wurde. Dies, da sowohl der gewünschte Startpunkt am Marktplatz sowie auch der Endpunkt der Demo auf dem Gallusplatz bereits mit bewilligten Veranstaltungen belegt sind.

Nicht korrekt ist, dass grundsätzlich in der Adventszeit keine Demos in der Innenstadt möglich sein sollen. Bei den Standorten und Routen ist jedoch auf bereits bewilligte Veranstaltungen Rücksicht zu nehmen.

Das Gesuch für eine Klimademo am 29.11. ging am 17.11. online bei der Stadtpolizei ein. Damit wurde die 14-tägige Frist für eine Bewilligungserteilung nicht eingehalten. Diesbezüglich versucht die Stadtpolizei, wenn immer möglich, kulant zu sein. So auch in diesem Fall. Die Rückmeldung erhielten die Klimaaktivisten am Montag, dem 18.11.2019. Ein Gesuch kann erst geprüft werden, wenn es eingereicht wird. Man kann der Stadtpolizei also nicht eine «kurzfristige Absage» vorwerfen.

Es wurde seitens Stadtpolizei zudem nie geäussert, dass Demos während der Weihnachtszeit grundsätzlich nicht möglich seien. Aufgrund der vielen bereits bewilligten Aktivitäten am Freitag (Weihnachtsmarkt und Bauernmarkt auf dem Marktplatz sowie Jugend-Olympiade auf dem Gallusplatz), war eine Bewilligung des gestellten Gesuches jedoch nicht möglich.

Dies wurde der Gesuchstellerin mitgeteilt, worauf diese sich bezüglich einer Kundgebung am Burggraben (stationär) bemühen wollte. Diese sollte weitestgehend auf privatem Grund stattfinden und für den wenigen öffentlichen Raum verzichtete die Stadtpolizei auf eine Bewilligungspflicht.

Die Kritik seitens Klimakollektiv zeigt, dass die Stadtpolizei mit der Ablehnung des Gesuches auch proaktiv die Suche nach einer alternativen Route hätte unterstützen müssen, um nicht als «Verhinderin» wahrgenommen zu werden. Es war nie die Absicht, eine Demo grundsätzlich zu verhin- dern. Es ist jedoch Rücksicht auf andere bewilligte Veranstaltungen zu nehmen. Konkret sind alternative Standorte und Routen zu prüfen.

Die Stadtpolizei hat gestützt auf die Medienmitteilung des Klimakollektives nochmals mit diesen Kontakt aufgenom- men und die Bereitschaft signalisiert, bereits für den 29.11. eine Bewilligung auszustellen, sofern bezüglich Startpunkt (Marktplatz), Endpunkt (Gallusplatz) und Route ein Kompromiss gefunden wird.
Haben Sie Bilder von diesem Ereignis? Hier teilen
Artikel drucken Artikel versenden

1 KOMMENTARE

Richtig so!Man sollte diesen hirnverbrannten Schwachsinn überall verbieten!!!"Klimademos"?Lachhaft!Dieser widerwärtige Ideologismus stinkt nur noch gewaltig zum Himmel!!!
Patrick sagte am 29. Nov 2019 21:26:14 #
KOMMENTAR SCHREIBEN