Zweiter «zu-Null-Sieg» in Folge

Fussball. Zwar verdient aber schlussendlich auch etwas glücklich gewinnen die Herren des FC Bühler das zweite Spiel in Folge.

Das Bühlerer Team zeigte nämlich zwei total verschiedene Spielhälften. Auf eine überragende erste folgte eine missratene zweite Halbzeit.

Die wegen der am kommenden Wochenende in Bühler stattfindende Gewerbe-ausstellung vorverlegte Partie zwischen dem FC Bühler und Sarajevo SG begann äusserst temporeich. Erfreulich für die Einheimischen, dass es nur sie aktiv waren. Die Mannschaft knüpfte da an, wo sie nach dem Sieg am vergangenen Samstag in Abtwil aufgehört hatte. Sie veranstaltete ein wahres Angriffsfeuerwerk. In den ersten zehn Minuten verpassten Nagy (volley), Schai (Pfosten) und Van Neijenhof (Weitschuss knapp daneben) die Führung.

Nach einem Eckball köpfte aber auch ein St. Galler knapp über das Torgehäuse. Doch Bühler griff weiter an. Der Führungs-treffer lag förmlich in der Luft. Dem jungen Elvedin Omerovic – an diesem Abend bester Mann auf dem Platz – wäre nachdem er einem Verteidiger den Ball clever abgeluchst hatte, dieses Tor beinahe gelungen. Doch nach weiteren vergebenen Chancen von Omerovic und Arias war es Captain Nagy, der nach herrlichem Zusammenspiel zwischen ihm, Frehner und Rüesch das längst fällige 1:0 erzielte.

Die Rickert-Elf war an diesem Abend sehr spielfreudig, das zeigte sich in weiteren Chancen durch Noah Frehner, der aus allerbester Position mit seinem Kopfball nicht reüssierte oder Rüesch der ebenfalls knapp daneben zielte. Den Trainer wird gefreut haben, dass diese Vielzahl an Chancen nicht Zufallsprodukte waren sondern ihnen wunderbar heraus gespielte Spielzüge vorausgingen.

Chancen im Multipack – Sarajevo in Halbzeit zwei auch mit Pech
Die St. Galler ihrerseits wurden nur noch durch einen wuchtigen Weitschuss, der haarscharf über die Latte zischte, gefährlich. Die grösste Chance vor dem Pausenpfiff gehörte wieder dem FCB. Der wieder erstarkte Alex Rüesch fing im Mittelfeld einen Ball ab und konnte mit drei seiner Kameraden auf drei Gästeverteidiger losstürmen. In einer solchen 4:3-Situation muss grundsätzlich ein Tor fallen. Doch Bühler verpasst diese Riesenmöglichkeit durch zu überhastetes Abschliessen von Schai. Eine spielerisch überzeugende erste Hälfte, mit einem Chancenverhältnis von 8:1 aber zu wenig effizienter Auswertung dieser Chancen war dann zu Ende.

Nagy’s «Dreipunkte-Tor»
«So weitermachen», war die Devise des Trainers. Doch die Mittelländer erschienen wie verwandelt aus der Pause. Leider negativ, denn die St. Galler hatten gleich zu Beginn der zweiten Hälfte Pech mit zwei Lattentreffern. Kaum zu glauben aber die Spielfreude der Einheimischen war wie verflogen. Zum Glück hatten sie an diesem Abend mit Yannick Frei einen sicheren Rückhalt im Tor. Denn er war dafür verantwortlich, dass es bei der knappen Bühlerer Führung blieb. Zuerst lenkte er einen Weitschuss an die Latte. Später stoppe er mit einem Superreflex einen alleine auf ihn stürmenden Gästestürmer. In der 68. Minute beging der junge Bühlerer Torwart den einzigen groben Fehler im Spiel.

Ein Befreiungsschlag geriet genau vor die Füsse eines Gegners. Dieser zog alleine auf ihn los, konnte durch den schnellen Innenverteidiger Dominik Kobel in extremis noch gestoppt werden. Die zweite Halbzeit war nicht mehr schön anzuschauen. Die Bühlerer hatten zwar noch die eine oder andere Möglichkeit, waren aber froh, dass den Gästen im Angriff auch nicht viel gelang und der Schiedsrichter die Partie abpfiff. Nach der starken ersten Halbzeit hätte wohl niemand gedacht, dass Nagy der einzige Treffer im Spiel gelingen sollte. Das Team freute sich über den zweiten Sieg ohne Gegentreffer in Folge.

Nach der Spielpause am kommenden Wochenende, trifft der FCB am 16.05.2009 auswärts auf den FC St. Otmar. Anpfiff ist um 17.30 Uhr im Stadion Lerchenfeld
St. Gallen.


FC Bühler:
Yannick Frei, Lucas Arias, Andreas Zeller (60. Alex Anger), Dominik Kobel, Sacha Büsch (45. Nandor Gajdos), Rafael Schai (45. Luis Munoz), Jeroen Van Neijenhof (45. Lucien Hürzeler), Alex Rüesch, Noah Frehner (65. Jeroen Van Neijenhof), Dominik Nagy, Elvedin Omerovic

Appenzell Ausserrhoden / 07.05.2009 - 08:00:20
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