Zum 65igsten ein Jahr lang gefeiert

AR. Die Stiftung Waldheim begann vor einem Jahr ihre Jubiläumstätigkeiten zum 65. Geburtstag mit einem eigenen Film. Sie endete nun mit einer Feier für Bewohner, Mitarbeiter sowie geladene Gäste im Lagerhaus in St. Gallen.

Die Diashow zeigte eindrücklich auf, dass die Stiftung Waldheim Geborgenheit, Heimat und Wohnen auf Lebenszeit für rund 170 Bewohnerinnen und Bewohner aus 17 Kantonen bietet. Die Frauen und Männer erhalten einen auf ihre spezifischen Bedürfnisse und Fähigkeiten ausgerichteten Lebens- und Beschäftigungsraum in sieben Wohnheimen in den Gemeinden Teufen, Trogen, Rehetobel und Walzenhausen. Eindrücklich vermittelten die Lichtbilder nicht nur sprühende Lebensfreude, sondern auch vielen Aktivitäten speziell im Jubiläumsjahr.

Vor einem Jahr hatte im Kino Rosental in Heiden ebenfalls am 3. Dezember, dem Tag der Behinderten, ein eigens über die Stiftung gedrehter Film Premiere. Danach folgten Schlag auf Schlag Höhepunkte wie ein Auftritt an der Offa, eine Sternwanderung zum Stützpunkt nach Rehetobel, der Besuch von Bewohnern der gleichnamigen Stiftung Waldheim aus Norddeutschland sowie der einzigartige Festakt auf dem Säntis für alle Mitarbeiter, aber auch Kunst vor Ort in den Wohnheimen Bellevue in Walzenhausen, Neues Waldheim in Rehetobel und Schönenbüel in Teufen.

Öffnung und Weitblick
Stiftungsratspräsident Hans-Rudolf Früh, Bühler, blickte zurück auf den Jubiläumsakt und fragte: „Warum auf dem Säntis?“ Die Antwort: „Weil man vom Säntis aus einige Kantone der siebzehn sieht, woher unsere Bewohnerinnen und Bewohner kommen. Zudem ist der Säntis Sinnbild für die Öffnung der Stiftung in den vergangenen Jahren. Ein Beispiel der jetzige Plakataushang mit Bildern von Bewohnern, das wäre in der Vergangenheit nicht denkbar gewesen. Dank der Öffnung sind Veranstaltungen wie der Muttertagsbrunch in Teufen oder aber das Zirkusprojekt möglich geworden. Zudem stellen die verschiedenen Standorte ihre Infrastruktur immer mehr Vereinen zur Verfügung.

Ein dritter Grund für die Feier auf dem höchsten ist die Weitsicht gewesen. Wir haben in den letzten Jahren Weitsicht bewiesen“, unterstrich Hans-Rudolf Früh. Dann gratulierte er den Gastgebern Simone und Peter Schaufelberger für den erhaltenen Kulturpreis. Er spannte den Bogen zur Stiftung, wo naive Kunst ebenfalls gefördert werde. Einzelne Bewohnerinnen und Bewohner hätten mit ihrer Kunst eine ganz spezielle Öffnung erzielt, weil es Menschen gebe, die genau an dieser Kunst Freude hätten und sie unterstützten.

Zweimal Kunst
Bei Kunst vor Ort hatte das Wohnheim Schönenbüel verschiedenste Kunstwerke ihrer Bewohner mit Erfolg präsentiert. Annette Hubacher, Leiterin Beschäftigung in der Stiftung Waldheim, bezeichnete das Jubiläumsjahr als Jahr der Zusammenarbeit. Mit Rosen verdankte sie die Arbeit und das grosse Engagement der verschiedenen Verantwortlichen des feinen und gut funktionierenden Netzwerkes, allen voran Stiftungsratspräsident Hans-Rudolf Früh und Geschäftsleiter Dorji Tsering sowie den Standortleitern. Im Anschluss an die Diashow führten Simone Schaufelberger und Monika Jagfeld zwei Gruppen durch die verschiedenen Ausstellungsbereiche im Lagerhaus.

Appenzell Ausserrhoden / 04.12.2008 - 09:11:00
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