Zuckerindustrie braucht die Rübenpflanzer
Frauenfeld. Der Generationenwechsel im Verwaltungsrat (VR) der Zuckerfabriken Aaberg und Frauenfeld (ZAF) sei durch die Veränderungen im Aktionariat verzögert worden, sagte VR-Präsident Philipp Stähelin am Freitag bei der ZAF-Generalversammlung.
Die Zuckerrüben-Pflanzervereinigungen der Ost- und der Westschweiz halten neuerdings 35 Prozent des Aktienkapitals der ZAF. Der VR-Generationenwechsel solle nun erst in einem Jahr, bei Ablauf der Amtsdauer, in einem grossen Schritt vorgenommen werden, so Stähelin.
Die Agrarpolitik 2011 und die Zuckermarktordnung der EU zwinge die schweizerische Zuckerindustrie zu einer verstärkten Ausrichtung auf den Markt, sagte Stähelin. Das erfordere ein enges Verhältnis der ZAF zu den Rübenproduzenten.
Im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr sänken die Bundesgelder für die ZAF AG von 26 auf 15 Millionen Franken. Ab dem Geschäftsjahr 2009/2010 fielen sie völlig dahin, erklärte Stähelin den 1198 anwesenden Aktionären, die 68,8 Prozent des Aktienkapitals vertraten.
TV-Werbung für Schweizer Zucker
Die verstärkte Marktausrichtung der ZAF soll auch durch TV-Werbung sichtbar werden. Im März und November sollen TV-Spots Konsumentinnen und Konsumenten daran erinnert werden, dass es eine einheimische Zuckerproduktion gibt.
Alle Anträge des VR wurden von der GV genehmigt. Vor allem eine von vier auf fünf Prozent erhöhte Dividende wurde gutgeheissen. Angesichts der neuen Rahmenbedingungen betonte Direktor Josef Arnold die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit.



























