• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

«Zu wenig durchdacht»

TG. Der Regierungsrat hat sich kritisch zur geplanten neuen Berufsmaturitätsverordnung geäussert. Das Theaterhaus Thurgau in Weinfelden wird mit 300 000 Franken unterstützt.

I.D. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau erachtet den vom Bund vorgelegten Entwurf einer totalrevidierten Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität als noch zu wenig ausgegoren. Insbesondere gegenüber der geplanten Flexibilisierung der Angebote äussert er sich in der Vernehmlassung zuhanden des Bundes skeptisch.

Mit der Schaffung der Fachhochschulen ist die Berufsmaturität zu einem zentralen Element der schweizerischen Berufsbildung geworden. Mit der vorgesehenen Revision der Berufsmaturitätsverordnung wird diese – entsprechend der gymnasialen Maturität – auf Bundesratsstufe gehoben und an das Berufsbildungsgesetz angepasst, das seit 2004 in Kraft ist.

Der Verordnungsentwurf hält an der Konzeption der Fachhochschulreife fest. Gemäss der Vorlage werden neu die Angebote und die Möglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen flexibler gestaltet. Die bisherigen Berufsmaturitätsausrichtungen sollen zugunsten einer weniger engen Bindung an den erlernten Beruf aufgegeben werden. Der Regierungsrat schreibt dazu, dass es zwar einleuchte, dass die Flexibilität der Ausbildungsmöglichkeiten auch im Hinblick auf immer neue Fachhochschulstudiengänge erhöht werden müsse. Allerdings dürfe man sich nicht zu sehr von den bisherigen Berufsmaturitätsrichtungen entfernen. Es sei aber sinnvoll, ihre Zahl zu reduzieren. Mit einer gänzlichen Abschaffung der Fachrichtungen in der Berufsmaturität drohe jedoch eine Verwässerung des Berufsmaturitätsprofils.

Ebenso wäre die möglichst gezielte Vorbereitung auf die jeweiligen Studiengänge an den Fachhochschulen gefährdet, so der Regierungsrat weiter. Und er fordert, dass zumindest die meist gewählten Fachhochschulrichtungen Technik und Wirtschaft beibehalten werden.

Im Weiteren sieht der Bund vor, den interdisziplinären Unterricht zu verstärken, was der Regierungsrat ablehnt. Ihm ist die Interdisziplinarität zu hoch gewichtet. Er fordert aber, dass im Zuge dieser Totalrevision der Mangel behoben wird, dass die schweizerische Berufsmaturität bisher im Ausland nicht anerkannt wird. Der Regierungsrat schliesst seine Vernehmlassungsantwort mit dem Hinweis, dass er hoffe, dass die Einwände Beachtung fänden und dass er grossen Wert darauf lege, dass die überarbeitete Fassung nochmals zur Vernehmlassung unterbreitet werde.

Kanton unterstützt Theaterhaus Thurgau in Weinfelden mit 300 000 Franken

I.D. Die Gemeinde Weinfelden erhält für die Errichtung des neuen Theaterhauses Thurgau einen einmaligen Beitrag von 300 000 Franken aus dem Lotteriefonds.

Der Regierungsrat spricht diesen Beitrag in der Überzeugung, dass das Theaterhaus Thurgau nicht nur als regionaler Veranstalter von Bedeutung sein wird, sondern vor allem als Kompetenzzentrum des Kinder-, Schul- und Jugendtheaters für den ganzen Kanton eine wichtige Rolle spielen wird.

Das Gebäude des Theaterhauses Thurgau, das sich zurzeit im Bau befindet, liegt an idealer Lage direkt beim Bahnhof Weinfelden. Dort entsteht ein variabler Theaterraum mit rund 120 Sitzplätzen, einem Proberaum, Büros, Garderoben, Lagerräumen und einer kleinen Cafeteria. Die Eröffnung des Theaterhauses findet am 15. November dieses Jahres statt.

Das Gebäude wird einfach, aber zweckmässig ausgebaut. Die Kosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Franken, an welche die Gemeinde Weinfelden ein Darlehen in der Höhe von 700 000 Franken und einen Investitionsbeitrag von 80 000 Franken gewährt. Ausserdem konnten bisher 420 000 Franken an Sponsorgeldern gesammelt werden.

Der Betrieb des Theaterhauses wird von einer Betriebskommission begleitet, in der nebst Vertretern der Gemeinde Weinfelden, der Bürgergemeinde und dem Verein Pro Theaterhaus auch ein Vertreter, beziehungsweise eine Vertreterin des Kantons Einsitz nimmt. Für die Geschäftsleitung ist das professionelle Kinder- und Jugendtheater Bilitz verantwortlich, das seinen Sitz im Theaterhaus haben wird. Auf dem Programm werden Aufführungen von Eigenproduktionen des Theaters Bilitz sowie andere professionelle Kinder- und Jugendtheater stehen. Angeboten werden darüber hinaus Kurse, Workshops, Beratungen und Vermittlungen für Familien, Schulklassen und Lehrpersonen.

Weitere Meldungen:

Der Regierungsrat hat die «Charta der Metropolitankonferenz Zürich» genehmigt und den Chef des Departements für Bau und Umwelt beauftragt, die Interessen des Kantons Thurgau an der Metropolitankonferenz Zürich zu vertreten. Diese Konferenz ist ein bislang formloser Zusammenschluss von Kantonen, Städten, Gemeinden und Organisationen im Grossraum Zürich. Beabsichtigt ist die Weiterentwicklung der Grossregion als Lebens- und Wirtschaftsraum mit gemeinsamen Interessen.

Der Regierungsrat gewährt dem Trägerverein Internationaler Bodensee-Schulcup 2008 einen Betrag von 30 000 Franken aus dem Sport-Toto-Fonds. Der Betrag wird für die Durchführung des Internationalen Bodensee-Schülercups vom 26./27. September in Kreuzlingen verwendet. An diesem Anlass messen sich Schülermannschaften aus den Bodensee-Anrainerländern und Gastmannschaften aus Rheinland-Pfalz in den Disziplinen Leichtathletik und Handball. Der Bodensee-Schülercup wurde erstmals 1995 ausgetragen. Der Thurgau organisiert den Anlass turnusgemäss bereits zum dritten Mal.

Mit dem Bundesgesetz über das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat wird die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen, die Aufsichtsbehörde des Bundes im Bereich der nuklearen Sicherheit, rechtlich verselbständigt und in eine öffentlich rechtliche Anstalt des Bundes überführt. Mit den damit verbundenen Änderungen zweier entsprechender Verordnungen ist der Regierungsrat einverstanden, wie er in seiner Vernehmlassungsantwort zuhanden des Bundes schreibt.

Der Regierungsrat hat den Vertrag einer freiwilligen Güterzusammenlegung im Rahmen der amtlichen Vermessung in der Gemeinde Amlikon-Bissegg genehmigt. Die von acht Grundeigentümern auf freiwilliger Basis durchgeführte Güterzusammenlegung mit Abtauschen von Waldparzellen und Grenzverbesserungen wurde vom Kanton mit einem Beitrag von 41600 Franken unterstützt und ist in der Zwischenzeit abgeschlossen worden.

ThurgauThurgau / 04.09.2008 - 07:43:00