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Zu hoher Umwandlungssatz verursacht Rentenlöcher

Walzenhausen/AR. Leserbrief. Am 07. März entscheiden wir über die Anpassung des Umwandlungssatzes in der 2. Säule unserer Altersvorsorge.

Zu hoher Umwandlungssatz verursacht Rentenlöcher – die Erwerbstätigen bezahlen

Bereits heute sind in der 2. Säule jährlich 600 Millionen Franken nicht gedeckt.

Dafür zahlen die Erwerbstätigen: ihnen werden weniger Überschüsse gutgeschrieben, als ihnen zustehen. Das Wachstum ihres Alterskapitals geht damit bereits im Sparprozess verloren.

Mit den Einnahmen aus dem Kapitalertrag werden die Löcher bei den laufenden Renten bezahlt. Diese versteckte Umverteilung ist im Kapitaldeckungsverfahren der 2. Säule nicht erwünscht. Wird der Umwandlungssatz nicht gesenkt, vergrössern sich die Finanzierungslücken und der Umverteilungseffekt. Denn gegen die steigende Lebenserwartung, eine alternde Gesellschaft und sinkende Renditeerwartungen kann man kein Referendum ergreifen. Der Umwandlungssatz ist eine technische Grösse, die nicht politischen Wunschvorstellungen angepasst werden kann. Verschliessen wir vor diesen Tatsachen weiterhin die Augen, sind später drastischere Massnahmen unvermeidlich.

Wegen der steigenden Lebenserwartung bezieht der Durchschnitt der Pensionierten länger eine Rente als früher. Das angesparte individuelle Altersguthaben in der 2. Säule muss darum mit einem fairen Umwandlungssatz neu aufgeteilt werden. Denn mit einem zu hohen Umwandlungssatz ist das vorhandene Sparguthaben bereits vor dem Lebensende aufgebraucht. Auch wenn dieser Fall faktisch nicht eintritt, weil die Vorsorgeeinrichtungen verpflichtet sind, die Renten bis zum Lebensende auszuzahlen, ist der Schaden gross: Die Vorsorgeeinrichtungen bezahlen aufgrund der Annahme einer zu kurzen Lebensdauer (= zu hoher Umwandlungssatz) mehr aus, als die Pensionierten auf ihrem individuellen Konto angespart haben. Das führt zu Defiziten. Diese Löcher müssen gestopft werden.

Aus diesem Grund lege ich am 07. März mit Überzeugung ein JA zum fairen Umwandlungssatz in die Urne!

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 20.01.2010 - 09:59:37