Zivil oder uniformiert?
AR/AI. Das neue Zugpersonalkonzept der Appenzeller Bahnen kommt bei den Mitarbeitern und den Fahrgästen gut an.
Seit dem 20. Mai des vorigen Jahres gibt es bei den Appenzeller Bahnen ein neues Zugpersonalkonzept. Statt wie zuvor, sind die Uniformierten nicht mehr für die Kontrolle der Fahrscheine, sondern nur noch für Dienstleistungen zuständig. Darunter sind zum Beispiel Fahrplanauskünfte, die Hilfe beim Umsteigen und touristische Fragen zu verstehen. Zusätzlich gehören noch betriebliche Angelegenheiten wie das Zusammenhängen von Zugkompositionen zu den Aufgaben des uniformierten Personals.
Die Fahrscheine werden jetzt, im Gegensatz zu vorher, ausschliesslich von zivilen Kontrolleuren begutachtet. Diese treten nur noch zu zweit auf. «Der Vorteil dabei ist, dass Unstimmigkeiten leichter geregelt werden können», erklärt der Pressesprecher der Appenzeller Bahnen Dominik Bieli.
Neues Konzept bringt klarere Strukturen
Das neue Konzept ist bisher erfolgreich verlaufen und kommt bei den Fahrgästen wie auch beim Zugpersonal gut an. «Die Aufgabenverteilung ist nun geregelter als vorher, wodurch beide Parteien zufriedener sein können. Die Funktionen sind für das Personal klarer und für die Fahrgäste transparenter», erklärt Bieli dazu. Früher wurden uniformierte Kontrolleure des Öfteren mit Kondukteuren, die auch Fahrscheine im Zug verkaufen, verwechselt. Dies führte mehrmals zu Problemen und Ärger seitens der Fahrgäste, da diese dann einen Zuschlag von 80 Franken zahlen mussten. «Bei den Appenzeller Bahnen herrscht schon lange das Prinzip der Selbstkontrolle. Aufgrund des neuen Systems wird dies auch noch einmal deutlicher gemacht», so Bieli weiter.
Beschränkte Handlungsfähigkeit
Die Uniformierten haben aber weiterhin die Möglichkeit, nach Fahrscheinen zu fragen. Falls aber jemand nicht im Besitz eines Fahrscheines sein sollte, haben sie keine weitere Handlungsfähigkeit. Sie dürfen den Fahrgast dann nur darauf aufmerksam machen und ihm empfehlen, ein Billet zu kaufen. Auf die Frage, ob die Anzahl der Schwarzfahrer aufgrund des neuen Konzeptes gestiegen ist, antwortet Bieli: «Wir haben schon immer Kontrollen durchgeführt, deshalb gab es in dieser Hinsicht keine Veränderungen. Die Zahl der Schwarzfahrer ist nach wie vor sehr niedrig.»



























