Zeughaus Teufen für verschiedene Bedürfnisse
Teufen/AR. Ende November stimmt Teufen über den Kredit in der Höhe von 6,88 Mio. Franken zur Renovation und Umnutzung des Zeughauses ab
Ziel ist, mit der Sanierung das Zeughaus als Kulturobjekt zu erhalten und mit seiner Nutzung die kulturelle Vielfalt der Gemeinde Teufen zu fördern. Der Präsident der Projektgruppe, Martin Wettstein, ist zuversichtlich, dass diesem Kredit zugestimmt wird. Bei positivem Ausgang könnte das Zeughaus im Frühling 2012 eingeweiht werden.
Nachdem vor elf Monaten das Alters- und Pflegeheim «Unteres Gremm» bezogen werden konnte, steht nun in Teufen eine weitere grosse Investition an. Wie Wettstein festhält, hat die Gebäudeversicherung des Kantons Appenzell AR eine weitere Nutzung ab Mitte dieses Jahres aus Brandschutzgründen verboten. Auch sonst genügt das Zeughaus nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es verfügt zum Beispiel über keine sanitären Anlagen, ist nicht isoliert und kann nur mit Provisorien beheizt werden.
Berechnung der Kosten
Die Projektgruppe hat vom Gemeinderat vor zweieinhalb Jahren den Auftrag erhalten, Grundlagen und Kosten für eine Abstimmung über einen Baukredit zu erarbeiten. Im diesem Frühjahr gewann das Projekt «salotto» von Ruedi Elser, Wil und Giraudi Wettstein Architekten, Lugano, den Architekten-Wettbewerb. Ein wichtiger Punkt, dass die Abstimmung bereits Ende November stattfinden kann, ist nach Meinung von Martin Wettstein, dass diesen Sommer das fakultative Referendum im Zusammenhang mit den Planungskosten nicht ergriffen wurde. So konnten die Arbeiten ohne Verzug weitergeführt werden konnten. Ohne diesen Nachtragskredit hätten die Kosten von 6.88 Mio. Franken nicht berechnet werden können. Eine fundierte und präzise Kostenberechnung sei aber für ein solches Projekt unabdingbar, erklärt Wettstein weiter. Vor allem galt es, möglichst genaue Abklärungen bezüglich der bestehenden Substanz zu machen. Verschiedene Studien, wie zum Beispiel der Umgang mit dem Dach, der Statik der Hängetragwerke, den Details zur Fassadenrenovation und anderes waren nötig. Auch in Bezug auf die Umnutzung mussten Vorabklärungen, wie zum Beispiel die Überprüfung des Baugrundes, getroffen werden, damit das Zeughaus keinen Schaden nimmt, wenn das zusätzliche Untergeschoss eingebaut wird.
Seriöse Abklärungen
Nur acht Monate nach der Präsentation des Siegerprojekts liegt nun
der Kreditantrag an die Stimmberechtigten vor. Für Martin Wettstein war diese Zeitvorgabe ein ehrgeiziges Ziel: «Mit einem hohen Sitzungsrhythmus der Projektgruppe aber auch einem sehr hohen Engagement der Architekten und weiteren Fachleuten haben wir es mit vereinten Kräften geschafft.» Dies sei vor allem wichtig, um jene Zeit, in der das Zeughaus ungenutzt bleibt, möglichst kurz zu halten. Wie verlässlich sind die 6,88 Mio. Franken, über die abgestimmt werden? «Sehr», betont der Präsident der Projektgruppe. Die Bedürfnisse seien sauber und klar definiert und vom Gemeinderat verabschiedet worden. Die Grundlage dieser Bedürfnisse finde man im Raumprogramm sowie im Betriebskonzept. Auch im Falle von unvorhergesehenen Komplikationen habe die Arbeitsgruppe alles getan, um dem entgegenzuwirken. Die Gemeinde verfüge zudem über eine sehr gute Kostenkontrolle.
Renovation für die Zukunft
Das Schreckenszenario einer Ablehnung des Kredits fürchtet Martin Wettstein nicht. Dass er positiv gestimmt ist, habe mit damit zu tun, dass bei einer Annahme des Baukredits Teufen ein Haus bekommen werde, in dem sehr vieles unter einem Dach Platz hat. Die Grubenmannsammlung wird im neuen Haus optimale Verhältnisse haben und die Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinaus tragen. Die Fläche, welche für kulturelle Anlässe genutzt werden kann, sei einzigartig. Zudem erhalten die Teufnerinnen und Teufner mit dem Erdgeschoss auch einen Raum mit einer guten Grundausstattung für die verschiedensten Bedürfnisse. Nicht ausser Acht zu lassen sei, dass der Aussenraum des Zeughauses mit dem Abbruch des Verwalterhauses entscheidend aufgewertet und so zu einem Begegnungspunkt werde.



























