Zellenbrand im Gefängnis – Niemand wurde verletzt
Arlesheim/BL. Im Vollzugsbereich des Untersuchungsgefängnisses an der Kirchgasse in Arlesheim BL kam es am Donnerstag Abend, 27. Mai 2010, gegen 18.00 Uhr, zu einem Zellenbrand. Verletzt wurde niemand.
Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft setzte ein Häftling zwei Matratzen absichtlich in Brand. Dadurch kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Die angerückte Feuerwehr Arlesheim hatte die Situation rasch unter Kontrolle und den Brand innert Kürze gelöscht. Es entstand grosser Sachschaden, welcher sich zur Stunde jedoch noch nicht abschliessend beziffern lässt. Er beläuft sich aber sicher auf mehrere 10’000 Franken. Die fünf Zellen im Vollzugsbereich sind für mehrere Tage nicht mehr benützbar.
Beim Verursacher handelt es sich um einen 29-jährigen, psychisch auffälligen Syrer im Strafvollzug wegen eventualvorsätzlicher Tötung und einfacher Körperverletzung. Er war allein in einer Zelle. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich 25 Häftlinge im Untersuchungsgefängnis. Die neun Häftlinge im Vollzugsbereich mussten evakuiert und in andere Gefängnisse verlegt werden.
Sämtliche 25 Häftlinge sowie fünf Polizisten wurden durch die Sanität Käch und einen anwesenden Notarzt medizinisch kontrolliert. Ein Polizist musste sich zur näheren Kontrolle (wegen Anzeichen auf eine Rauchgasvergiftung) ins Spital begeben, konnte dieses aber bereits am Donnerstag abend wieder verlassen.



























