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Zahlungsmoral lässt zu wünschen übrig

Die Schweizer Firmen haben ihre Rechnungen 2007 mit durchschnittlich 11,8 Tagen Verzug bezahlt, also 2,7 Tage später als ein Jahr zuvor.

Eine Studie der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet ergab, dass der Zahlungsverzug der Schweizer Unternehmen besonders am Jahresende stark zugenommen hat: Im letzten Quartal betrug er 13,1 Tage.

Nach Kantonen differenziert schneiden die Unternehmen im Tessin am schlechtesten ab (18,6 Tage). Die Firmen in Obwalden sind dagegen Spitzenreiter im positiven Sinne mit einer Frist von 6,5 Tagen.

Die Reaktionszeit schwankt zwischen den einzelnen Branchen: Die schnellsten Firmen sind mit durchschnittlich 5,1 Tagen in der Präzisionstechnik, der Uhrenindustrie, der Chemie- und der Pharmaindustrie tätig. Das Schlusslicht bilden die Unternehmen des Gastgewerbes, der Automobilbranche, der Logistik und des Verkehrswesens (durchschnittlich 17,2 Tage und allein im letzten Quartal 27,5 Tage). Seit dem letzten Jahr haben nur zwei Branchen ihr Ergebnis verbessert: die Immobilienbranche und das Druck- und Verlagsgewerbe.

Die Studie belegt zudem, dass die Grösse der Firma einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Zahlungsmoral hat: Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden sind bei ihren Zahlungen weniger in Verzug (durchschnittlich 5,8 Tage) als die KMU. Unternehmen, die zwischen 50 und 249 Personen beschäftigen, brauchen 7,4 Tage, um ihre Rechnungen zu begleichen, gegenüber 6,5 im Vorjahr.

Die Autoren der Studie sehen einen Zusammenhang zwischen der schlechteren Zahlungsmoral der Schweizer Unternehmen und ihren Ängsten, dass es durch die Subprime-Krise in den USA zu einer Rezession kommen könnte. Bei der Erhebung dienten knapp 3 Millionen Rechnungen von 100 Firmen als Grundlage. Ein weiteres Ergebnis ist, dass sich das Wachstum der Schweizer Firmen abschwächt und folglich die Liquidität sinkt.

ThurgauThurgau / 04.03.2008 - 15:34:00