Zahl der Working Poor leicht zurückgegangen
Zwischen 2000 und 2006 hat die Armut in der Schweiz nicht zugenommen: etwa 9% der Menschen zwischen 20 und 59 fielen 2006 unter die Kategorie der als arm eingestuften Personen, gegenüber 9,1% sechs Jahre zuvor.
Laut Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) erlebte die Working-Poor-Quote dagegen einen leichten Rückgang und fiel im selben Zeitraum von 5% auf 4,5%.
Im Jahr 2006 zählte man in der Schweiz insgesamt 380’000 Arme und 146’000 Working Poor. Etwa 45% der als arm eingestuften Menschen waren entweder arbeitslos oder nicht berufstätig.
Die Armutsgrenze wird unter Einbeziehung der Kosten für die Wohnung, einer Pauschale für den Grundbedarf (Essen, Trinken, Kleidung, Schuhe, Gesundheit, Energieverbrauch, Mobilität, Bildung), Krankenkassenprämien und zusätzlich 100 Franken pro Haushaltsmitglied über 16 berechnet. Sie liegt für allein lebende Menschen bei 2’200 Franken, für Alleinerziehende mit zwei Kindern unter 16 Jahren bei 3’800 Franken und für Paare mit zwei Kindern bei 4’650 Franken.
Menschen, deren Nettoeinkommen unterhalb dieser Summen liegt, werden demnach als «Working Poor» angesehen. Zu dieser Kategorie zählen Erwerbstätige, die in einem Haushalt leben, dessen Mitglieder zusammengenommen mindestens 36 Stunden pro Woche arbeiten.
Das BFS hebt noch hervor, dass die Schweiz die Armutsgrenze höher ansetzt als andere Länder: 2006 betrug die Schweizer Grenze etwa 55% des Medianeinkommens, während innerhalb der OECD-Länder der Schnitt bei 50% liegt. In den USA wird die offizielle Armutsgrenze bei 42% des Medianeinkommens festgelegt.



























