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Ylenia wurde vergiftet

St.Gallen/Appenzell. Nun steht fest, woran die kleine Ylenia aus Appenzell gestorben ist. Die Indizien sprechen für ein sexuelles Tatmotiv.

Die fünfeinhalbjährige Ylenia aus Appenzell ist an einer Toluol-Vergiftung gestorben. Es handelt sich um eine farblose Lösungsflüssigkeit, die unter anderem in Benzin vorkommt. Bei der Entführung war das Mädchen mit Nitroverdünner betäubt worden, in dem Toluol ebenfalls vorkommt. Die Dämpfe der Flüssigkeit Toluol wirken narkotisierend. Lesen Sie hier weitere Informationen über Toluol.

Den Nitroverdünner hatte Urs Hans Von Aesch bereits am 10. Juli im Glattzenter bei Zürich gekauft.

Über diese Erkenntnisse des Instituts für Rechtsmedizin am Kantonsspital St.Gallen informierte die St.Galler Staatsanwaltschaft heute nachmittag. Sie gab zudem bekannt, dass alle bisherigen Informationen auf von Aesch als Täter hinweisen. Er habe pädophile Neigungen gehabt. Dass keine entsprechenden Spuren an der Leiche gefunden wurden, schliesse einen sexuellen Missbrauch durch Berührungen nicht aus.

Die Behörden vermuten sogar, dass der vorzeitige Tod des Opfers die Umsetzung der eigentlichen Absichten verhindert hatte.

Ylenia wurde vermutlich gefesselt im Laderaum des Täters transportiert. Die Tat sei geplant gewesen, schliessen die Ermittler aus den Erkenntnissen. Vor der Entführung habe von Aesch keinen Kontakt zu Ylenia gehabt.

Nicht geplant war der Suizid von von Aesch. Die Ermittler vermuten, dass er sich nur umgebracht habe, weil er im Wald bei Oberbüren von einem Mann bei der Beseitigung der Beweise erwischt worden war.

Ylenia war am 31. Juli dieses Jahres in Appenzell verschwunden. Am 15. September wurden ihre sterblichen Überreste in einem Wald bei Oberbüren gefunden.


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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 19.11.2007 - 14:05:00