Ylenia kommt nicht zur Ruhe
Nun ist es die Familie der ermordeten Ylenia (5), welche nach der ganzen Wahrheit sucht. Hat Urs Hans von Aesch noch mehr Kinder auf dem Gewissen?
Die fünfjährige Ylenia wurde am 31. Juli entführt und am 15. September tot in einem Wald gefunden. Verscharrt im Boden, vergiftet mit Toluol. Noch immer aber haben sich die Wogen rund um den Fall nicht geglättet, welche die Schweiz in Atem hielten.
In einem Interview im «SonntagsBlick» erzählen die Mutter Charlotte Lenhard und Ylenias Gotte Gabriela Allenspach, wie sehr die englischen Steno-Notizen von Ylenias Mörder Urs Hans von Aesch sie noch beschäftigen. Er ist der mutmassliche Täter, der nach einem sexuellen Motiv das Mädchen entführt und getötet hatte. In den Notizen beschreibt der Auslandschweizer detailliert Missbräuche an Kindern.
Obwohl die Polizei immer wieder dementierte, dass der mutmassliche Mörder nicht pädophil gewesen sei, spricht vieles dafür. So hat die Polizei laut «SonntagsBlick» auf von Aeschs Digitalkamera Aufnahmen von Mädchen gefunden. Alle Bilder wurden in der Schweiz aufgenommen, kurz vor der Entführung von Ylenia. Obwohl bei dem Mädchen keine sexuellen Übergriffe festgestellt wurden, befürchtet die Familie, von Aesch hätte noch mehr Kinder missbraucht.
Die Meinungen in Fachkreisen sind getrennt. Für den zuständigen Untersuchungsrichter «ist der Fall abgeschlossen.» Ermittler der Soko Rebecca zweifeln jedoch noch, ob der Fall ad acta gelegt werden kann. Der Chefermittler selbst glaubt, dass ein 67-Jähriger nicht erst am Ende seines Lebens solch ein schlimmes Verbrechen begeht.
Nun sind es die Hinterbliebenen, die nach der Wahrheit suchen.



























