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Ylenia: Erstickt oder vergiftet?

AI/SG. Obwohl die genaue Todesursache noch nicht bekannt ist, gibt es nur noch wenige Möglichkeiten, wie Ylenia getötet worden ist.

Ylenia wurde nicht sexuell missbraucht – zumindest nicht im Genitalbereich. Soviel steht seit heute Nachmittag fest. Noch nicht klar ist, wie das Mädchen ums Leben kann.

Gewisse Todesursache können laut Bruno Fehr, Kripo-Chef der Kantonspolizei St.Gallen, und Daniel Eisenhart vom Institut für Rechtsmedizin ausgeschlossen werden: Das Mädchen sei weder erstochen, erschossen, erdrosselt, erschlagen, ertränkt oder lebendig begraben worden. Was bleibt, ist die Möglichkeit einer Vergiftung oder der Erstickungstod. «Das Eruieren der genauen Todesursache kann noch dauern. Fest steht bis anhin nur, dass keine massiven Gewalteinwirkungen erfolgt sind», so Fehr. Ein Unfall schliesst der Kripo-Chef aus.

Der genaue Todeszeitpunkt wird nie mehr feststellbar sein. Klar ist aber, dass Ylenia im Kastenwagen von Urs Hans von Aesch oder in unmittelbarer Umgebung davon getötet worden ist. Auch klar ist, dass von Aesch mit grosser Wahrscheinlichkeit Ylenias Mörder war. Aber: «Eine absolute Sicherheit wird es nie geben», so Fehr. Wo der Wagen zum Todeszeitpunkt des Mädchens stand, wird schwer herauszufinden sein.

Von Aesch hatte Schaufel im Auto
Erstmals hat die Polizei heute mitgeteilt, dass sie im Kastenwagens von von Aesch eine Schaufel gefunden habe. «Die Schaufel war mit Erde behaftet», so Fehr. Warum die Polizei dies nie früher kommuniziert hatte, bleibt offen.

Von Aesch: ein Serienkiller?
Ob Ylenia das einzige Kind war, das von Aesch jemals entführt und getötet hat, bleibt unklar. Ob von Aesch ein Serienkiller war, kann laut Fehr zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Vieles deutet laut dem Kripo-Chef darauf hin, dass von Aesch die Tat vorbereitet hat. Ebenfalls nicht auszuschliessen ist, dass er Ylenias Grab bereits vor ihrer Entführung ausgehoben hat. «Es muss aber nicht sein», so Fehr.

Von Aesch verabschiedete sich von Freunden
Erstmals bekannt wurde heute auch, dass von Aesch vor seinem Tod zahlreiche Telefonate mit seiner Frau und Bekannten geführt sowie SMS verschickt hatte. «Es waren Abschiedsanrufe», so Fehr.

Weiterhin unklar bleibt aber von Aeschs Motiv für die Tat. «Die Abklärung des Motivs wird Gegenstand weiterer Ermittlungen sein und ist Aufgabe der Untersuchungsbehörden», so Fehr zum Schluss.


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«Ylenia wurde nicht sexuell missbraucht» vom 18. September 2007

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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 18.09.2007 - 17:05:00