
Wohnhaus in der Eugst verkauft
Bühler/AR. Der Gemeinderat hat das Wohnhaus Eugst zu einem Preis von 155’000 Franken verkauft. Das Haus wird von den Käufern als Ferienhaus genutzt.
Bevor jedoch der Verkauf rechtsgültig wird, muss das Kaufobjekt von der landwirtschaftlich genutzten Fläche abgetrennt werden. Diese Abparzellierung ist durch das Land- und Fortwirtschaftsdepartement und Planungsamt des Kantons Appenzell Innerrhoden gemäss Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) zu bewilligen.
Der Gemeinderat hat entschieden, den Verkauf dem fakultativen Referendum zu unterstellen, obwohl er laut Gemeindeordnung dazu nicht verpflichtet wäre. Dies geschieht, sobald das Bewilligungsverfahren betreffend Abparzellierung abgeschlossen ist.
Organisationsanalyse
In seiner Bachelor-Arbeit kommt Christian Gabriel, Student an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (FHS) in St. Gallen zum Schluss, dass bei einer Reduktion des Gemeinderates von sieben auf fünf Mitgliedern nicht mit Kosteneinsparungen zu rechnen ist und die Arbeitsbelastung der einzelnen Gemeinderäte höher ausfallen wird. Es können höhere Kosten anfallen, weil operative Aufgaben an die Verwaltung übertragen werden müssten. Bei einem fünfköpfigen Gemeinderat sei der Wissensverlust kleiner, bei sieben Gemeinderäten jedoch die Fluktuationsrate aufgrund der Grösse höher. Zudem könne bei einem kleineren Gemeinderat die Führung der Gemeinde besser organisiert werden. Die Reduktion der Schwerfälligkeit bei einem kleineren Gemeinderat sei ein weiterer Vorteil. Lange Entscheidungen könnten verkürzt und Zielkonflikte teilweise vermieden werden. Markante Vor- oder Nachteile bei fünf oder sieben Gemeinderäten seien kaum erkennbar.
Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Änderung der Gemeindeordnung hat der Gemeinderat diesen Frühling die nun vorliegende Organisationsanalyse in Auftrag gegeben. Ob aufgrund der Erkenntnisse der Gemeinderat einen Vorschlag um Reduktion der Gemeinderatsmitglieder auf fünf ausarbeiten wird, ist zurzeit noch nicht bestimmt. Er wird sich im November dem Thema nochmals annehmen. Vorgesehen ist jedoch, im März des nächsten Jahres eine Abstimmungsvorlage für eine Teilrevision der Gemeindeordnung zu unterbreiten, die unter anderem das fakultative Referendum bei der Jahresrechung zum Thema hat.
Nachtragskredite
Der Gemeinderat hat im Ressort «Hochbau» zwei Nachtragskredite in der Höhe von 120’000 Franken gesprochen. Zum einen sind dies 45’000 Franken zulasten der Investitionsrechnung für die Sanierung des Trottoirs der Hauptstrasse, zum anderen 75’000 Franken für Reparaturen des Dachs und der Fassade des Oberstufenschulhauses.
Für die Sanierung der ersten Etappe der Hauptstrasse waren im Budget 2009 50’000 Franken vorgesehen. Für die Beleuchtung wurde am 7. Mai 2009 ein Nachtragskredit von Fr. 25’000.- zulasten der Investitionsrechnung gesprochen. Tatsächlich werden sich die Totalkosten aber im Rahmen von 120’000 Franken bewegen, was eine Differenz der oben erwähnten 45’000 Franken ausmacht.
Die Reparaturarbeiten des Dachs des Oberstufenschulhauses sind dringend nötig. Vor den Sommerferien wurde festgestellt, dass das Flachdach undicht ist. Dieses muss freigelegt und neu abgedichtet werden. Die Kosten dafür sind im Moment noch schwer abzuschätzen, da der Schaden erst nach der Freilegung genau beziffert werden kann. Die Fassade des Oberstufenschulhauses ist zudem schon seit längerer Zeit beschädigt. Feuchtigkeit dringt in die Fassade, wodurch der Verputz abblättert. Die Platten rund um das Gebäude werden, sobald die Feuchtigkeit den Gefrierpunkt erreicht, zum Teil von der Wand abgesprengt. Kleinere Schäden wurden zwar laufend geflickt. Nun ist eine Sanierung der unteren ein bis zwei Meter nötig. Je nach Reparaturkosten des Flachdaches wird dann die Sanierung der Fassade in Angriff genommen.
Aufgrund der vordinglichen Reparaturarbeiten wird die Sanierung der Pausenhalle, die für dieses Jahr geplant und in der Investitionsplanung vorgesehen war, auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben.
Wahlen
Der Gemeinderat wählte Ramona Eugster, Bühler, als Fachangestellte Gesundheit für das Altersheim. Ihre Anstellung ist befristet bis Ende Februar 2010. Im Weiteren wird Sefanie Spengler im August 2010 ihre Lehre als Fachangestellte Gesundheit beginnen.
Nach den Herbstferien bis Ende des zweiten Semesters 2009/2010 wird Samuel Kohler aus Rehetobel als Unterstufenlehrer an der Schule Bühler unterrichten. Er ersetzt Nicole Schläpfer-Berweger, die den Schwangerschaft- und nachher unbezahlten Urlaub bezieht. Sie tritt deshalb als Vertreterin der Lehrerschaft aus der Schulkommission aus. Ihren Sitz nimmt Nicole Seitter ein, die wiederum aus der Betriebskommission für öffentliche Anlage (BAG) austritt. In diese Kommission wählte der Gemeinderat Markus Hutter als Vertreter der Lehrerschaft.