Wirtschaftsabschwung hinterlässt erste Spuren
St.Gallen. Die Hotellerie spürt die Auswirkungen des Wirtschaftsabschwung. Die Zahl der Logiernächte ging um mehr als vier Prozent zurück.
Die St.Galler Hotellerie schien im Januar 2009 erste Auswirkungen des Wirtschaftsabschwungs zu spüren. Gemäss den Auswertungen der Fachstelle für Statistik lagen Ankunfts- und Logiernächtezahlen um mehr als vier Prozent unter den Ergebnissen des Vorjahresmonats. Damit zeigt sich im Kanton St.Gallen ein gleicher Trend wie auf gesamtschweizerischer Ebene, wo Ankünfte und Logiernächte ebenfalls deutlich zurückgingen.
Der Rückgang von Ankünften und Logiernächten traf alle vier St.Galler Destinationen. Unterschiede gab es jedoch im Ausmass. So verzeichneten die Ferienregion Heidiland und das Toggenburg mit einem Minus von je drei Prozent vergleichsweise geringe Rückgänge der Logiernächtezahlen gegenüber dem Vorjahresmonat.
Stärker betroffen war die mehr auf Geschäftstourismus fokussierte Destination zuerichsee.ch. Hier wurden im Januar 2009 zwölf Prozent weniger Logiernächte gezählt als noch ein Jahr zuvor. Das liegt auf einer Linie mit der gesamtschweizerischen Entwicklung, welche auch für andere städtische Gebiete wie Zürich, Winterthur oder Basel einen deutlichen Einbruch der Logiernächtezahlen ausweist.
Einen ebenfalls starken Rückgang der Logiernächte von Minus 13 Prozent verzeichnete die Destination St.Gallen-Bodensee. Allerdings gilt es hier zu berücksichtigen, dass in der Destination momentan ein Kurbetrieb renovationsbedingt geschlossen ist, was sich negativ auf die Logiernächtebilanz auswirkt. Ohne diesen Sondereffekt läge der Rückgang der Logiernächte etwa auf der Höhe des gesamtschweizerischen Trends und unter dem in anderen städtischen Destinationen.



























