• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Wirtschaft: Es geht weiter aufwärts

Die Thurgauer Wirtschaft läuft nach wie vor auf vollen Touren, wenn auch der konjunkturelle Höhepunkt überschritten sein dürfte. Vor allem die Industriebetriebe blicken optimistisch auf das erste Halbjahr 2008. So die Bilanz des «Wirtschaftsbarometers».

Gemäss der soeben erschienenen Ausgabe des «Thurgauer Wirtschaftsbarometers», das vom Kanton Thurgau, der Thurgauer Kantonalbank und der Industrie- und Handelskammer Thurgau gemeinsam getragen wird, bewegt sich der Geschäftsgang in der Thurgauer Industrie immer noch auf einem hohen Niveau, konnte jedoch nicht mehr ganz an die Mitte 2007 erreichten Werte anknüpfen. Sowohl der Bestellungseingang als auch die Produktion übertrafen im gesamten vierten Quartal 2007 den Vorjahresstand deutlich, wenn auch nicht mehr im gleichen Ausmass als noch zur Jahresmitte.

Kapazitätsauslastung auf Rekordstand
Die Industrieproduktion nahm im Schlussquartal 2007 weiter zu. Damit kletterte die Kapazitätsauslastung auf 90,7 Prozent ˆ den höchsten Wert im gegenwärtigen Konjunkturzyklus. Dies ist umso beachtlicher, als die technischen Produktionskapazitäten auch im Schlussquartal 2007 weiter erhöht wurden. Kaum ein Betrieb beurteilt gegenwärtig seine Produktionskapazitäten als zu gross, während immerhin 15 Prozent der Anfang Januar von der KOF ETH befragten Industriebetriebe ihre technischen Kapazitäten als zu klein einstuften. Nicht mehr weiter fortgesetzt hat sich die Aufwärtsbewegung beim Auftragseingang. Im Vergleich zum Vorjahr gingen jedoch während des gesamten vierten Quartals 2007 mehr Bestellungen ein. Auch die Beurteilung des Auftragsbestands blieb unverändert positiv; der Auftragsbestand aus dem Ausland wurde Anfang Januar 2008 sogar noch besser beurteilt als drei Monate zuvor.

Glänzendes Exportergebnis
Die Thurgauer Exportwirtschaft blickt auf ein äusserst erfolgreiches Exportjahr 2007 zurück. Die Ausfuhren aus dem Thurgau wurden wertmässig um satte 15,9 Prozent gesteigert. Ein derart kräftiges Wachstum war seit mindestens zehn Jahren nicht mehr erzielt worden. Im Gegensatz zu den Vorjahren legten die Thurgauer Exporte zudem stärker zu als die Ausfuhren aus der Gesamtschweiz. Getrieben wurde der Exportboom vor allem durch die Ausfuhren in den EU-Raum (+18 Prozent), und dies, obwohl sich die Nachfrage vom wichtigsten Handelspartner Deutschland eher moderat entwickelte (+8 Prozent). Mit Ausnahme der Textil- und Bekleidungsindustrie erzielten alle bedeutenderen Branchen Exportzuwächse. Die Einfuhren in den Thurgau expandierten mit einem Plus von knapp 14 Prozent ebenfalls kräftig. Stark nachgefragt wurden vor allem Investitionsgüter aus dem Ausland, aber auch dauerhafte Konsumgüter.

Verbreitete Zuversicht für den Jahresbeginn 2008
Für das erste Quartal 2008 überwiegt die Zuversicht. Im Urteil der befragten Thurgauer Industriebetriebe dürfte sich die Produktion weiterhin spürbar ausdehnen, und die Exporte sollten weiter gesteigert werden. Mit einem Zuwachs wird auch beim Bestellungseingang gerechnet. Auch für einen weiteren Zeithorizont bis Mitte 2008 äusserten sich die Anfang Januar befragten Thurgauer Industriebetriebe optimistisch.

Baugewerbe vorsichtig optimistisch
Nach dem Dämpfer im dritten Quartal 2007 zeigt sich die Thurgauer Baukonjunktur wieder deutlich freundlicher. Im Schlussquartal 2007 wurde sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahr mehr gebaut. Dies war jedoch einzig auf das Ausbaugewerbe zurückzuführen. Für das erste Quartal 2008 gehen die Betriebe von leicht steigenden Auftragseingängen aus.

Zurückhaltung im Detailhandel
Die positive Stimmung im Thurgauer Detailhandel hielt im Schlussquartal 2007 an. Für das erste Quartal 2008 äusserten sich die Detailhändler jedoch zurückhaltend: Der Umsatz dürfte im bisherigen Rahmen bleiben, der Personalbestand und die Einkäufe etwas zurückgefahren werden. Für einen weiteren Zeithorizont bis zur Jahresmitte 2008 erwarten die Detailhändler eine weitgehend unveränderte Geschäftslage.

Energie sparen und erneuerbare Energien fördern
Die aktuelle Ausgabe des «Thurgauer Wirtschaftsbarometers» beleuchtet auch das Konzept der Thurgauer Regierung zur verstärkten Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz und zeigt auf, wie Unternehmen vom Förderprogramm profitieren können.

Konjunktur-Grafik zum Download

ThurgauThurgau / 22.02.2008 - 08:34:00