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Wird Teufen zum Promi-Dorf?

Teufen. Was zieht Trainer Christian Gross, Raiffeisenchef Pierin Vincenz und andere «Prominente» nach Teufen? appenzell24.ch hat mit Gemeindepräsidenten Gerhard Frey gesprochen.

Lista-Chef Fredy Lienhard und Gate24-Besitzer Dölf Früh wohnen bereits in Teufen. Nun hat sich auch Pierin Vincenz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen-Gruppe, ein 5600 Quadratmeter grosses Grundstück gekauft. Und laut dem «Anzeiger» baut auch FC-Basel-Trainer Christian Gross an der Alten Speicherstrasse ein Haus. Teufen wird zum «Promi-Dorf». Wir fragten bei Gemeindepräsident Gerhard Frey nach.

Herr Frey, Warum liegt der Wohnort Teufen bei prominenten Schweizern plötzlich so im Trend?
Diese Definition ist so an sich falsch. In den Geschichtsbüchern ist nachzulesen, dass Teufen schon immer ein attraktiver Wohnort gewesen ist, gerade auch für die Leute aus der Textilbranche. Es war und ist ein Ort, wo man sich erholt und sich vom ganzen Stadtleben distanziert. Von einem vorübergehendem Trend kann man nicht sprechen.

Denken Sie, kommen die Prominenten nur der Steuerwegen?
Teufen hat viel mehr zu bieten als nur die Verlockung der Steuern. Wir bieten jeder Bürgerin und jedem Bürger eine grossartige Infrastruktur und der landwirtschaftliche Reiz ist auch nicht ganz ohne. Teufen kann man als Blumenstrauss bezeichnen, der aus vielen verschiedenen Blumen besteht. Der fiskale Aspekt ist nur ein kleiner Teil davon. Die Lage von Teufen, deren Infrastruktur (Sportanlagen, Bäder, öffentlicher Verkehr), Schulen mit geringem Ausländeranteil, Stadtnähe und die Verkehrsverhältnisse vervollständigen daher diesen bunten Strauss.

Wie steht es um die Verfügbarkeit des Baulandes?
Der letzte Zonenplan stammt aus dem Jahre 1994. Wir sehen keine Totalrevision des Zonenplanes vor, da es innerhalb von Teufen noch genügend Platz für ein allfälliges Wachstum hat. Die Rede ist von einer Periode, die mehr oder weniger zehn Jahre dauert.

Was ist zurzeit der Quadratmeterpreis für Bauland in Teufen?
Die Preise liegen nun so schätzungsweise zwischen 700 und 900 Franken pro Quadratmeter.

Wünschen Sie sich für die Zukunft weiterhin Zuwachs?
In unserem Leitbild steht, dass Teufen ein jährliches Wachstum von 1% bis 1.5% anstrebt. Wir wollen nicht explosionsartig wachsen, aber die Bevölkerungszahl darf auch nicht rückläufig werden. Die Rede ist demnach von einer mässigen Progression. Demzufolge ist es uns auch stets möglich, die neu zugezogenen Einwohnerinnen und Einwohner besser in die Gesellschaft integrieren zu können. Die Integration verläuft in Teufen quer durch alle Sozialschichten: Von Jung bis Alt, vom prominenten Manager zum Bauarbeiter sind alle Schichten in unserer Gesellschaft vertreten. Uns ist dieser Ausgleich sehr wichtig und das Gemeindehaus ist mit den bisherigen Erfahrungen mit dieser Entwicklung äusserst zufrieden.

Welche Ziele strebt Teufen in Zukunft an?
Wir sind sehr bestrebt, kein reiner Wohnort zu sein und als anonymer Vorstadtort im Schatten von St. Gallen zu versinken. Wir wollen unsere eigene Identität bewahren und sind konstant bemüht, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit, Leben und Freizeit in den Einklang unserer Gesellschaft zu bringen. Sportanlässe und Vereinsanlässe helfen, das Gemeindeleben attraktiv zu halten.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 03.08.2007 - 11:06:00