Wird Gemeinderat verkleinert?
Urnäsch. Der Gemeinderat hat eine Arbeitsgruppe mit der Überarbeitung der Gemeindeordnung beauftragt.
Alle politischen Gruppierungen wurden eingeladen, bei der Überarbeitung mitzuwirken. Unter Leitung von Gemeinderätin Käthi Nef-Alder wurden schwergewichtig folgende Punkte angegangen: Abstimmungsverfahren für Budget; Wahl des Gemeindeschreibers; Abstimmungsverfahren für Jahresrechnung; Verfahren bei Änderungen von Reglementen; die Reduktion der Anzahl der Gemeinderatsmitglieder.
Fakultatives Referendum
Bei der Zahl der Gemeinderatsmitglieder geht es darum, ob der Rat allenfalls von neun auf sieben Mitglieder verkleinert werden soll. Geprüft wird auch, ob über das Budget nicht mehr wie bisher an einer öffentlichen Versammlung sondern an der Urne abgestimmt werden soll. Für die Genehmigung der Jahresrechnung steht statt der obligatorischen Urnenabstimmung ein fakultatives Referendum zur Diskussion.
Bei der Gemeindeschreiberwahl geht es um die Frage, ob dieser wie bis anhin an der Urne durch das Volk oder neu durch den Gemeinderat gewählt werden soll. Weiter steht zur Diskussion, Erlass, Aufhebung und Änderung von allgemeinverbindlichen Reglementen generell dem fakultativen Referendum zu unterstelle.
Budgetabstimmung
In der ersten Lesung folgte der Gemeinderat sämtlichen Anträgen der Arbeitsgruppe. Er schlägt vor, über das Budget wie bisher an einer öffentlichen Versammlung abzustimmen; dass neu die Wahl des Gemeindeschreibers respektive der Gemeindeschreiberin durch den Gemeinderat erfolgt; die Jahresrechnung neu dem fakultativen Referendum zu unterstellen; ebenso auch Erlass, Aufhebung und Änderung von allgemeinverbindlichen Reglementen generell dem fakultativen Referendum zu unterstellen. Die Anzahl der Gemeinderatsmitglieder bei neun zu belassen.
Ausgabenkompetenzen in Prozenten
Weiter unterstützt der Gemeinderat den Vorstoss der Arbeitsgruppe, die Ausgabenkompetenzen neu jährlich in Prozenten einer Steuereinheit festzulegen und so jährlich den aktuellen finanziellen Verhältnissen anzupassen. Die Arbeitsgruppe wurde beauftragt den Entwurf zu bereinigen und das Vernehmlassungsverfahren durchzuführen. Der Entwurf der überarbeiteten Gemeindeordnung wird publiziert und alle interessierten Kreise eingeladen sich einzubringen.
Die Ergebnisse des Vernehmlassungsverfahrens werden anschliessend veröffentlicht. Nach einer zweiten Lesung im Gemeinderat im Juli soll das Abstimmungsedikt vorbereitet werden. Ziel ist, die überarbeitete Gemeindeordnung dem Bürger am 28. September 2008 zur Abstimmung vorzulegen.
Sozialberatungsstelle Appenzeller Hinterland
Die Inhaberin der Sozialberatungsstelle Hinterland wird sich wegen beruflichen Veränderungen von der Beratungsstelle zurückziehen. Die Gemeinde Urnäsch hat die Absicht, sich an einer Weiterführung der Sozialberatung mit bestehendem Konzept anzuschliessen.
Der Gemeinderat sieht in der Beratungsstelle eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zum bestehenden verwaltungsinternen Angebot, dem Vormundschaftssekretariat und Sozialamt. Eine Weiterführung wird als positive und kostengünstige Lösung beurteilt. Sofern bis 30. September 2008 keine Nachfolgeregelung besteht oder keine Nachfolgeregelung in Aussicht steht, kann die Absichtserklärung widerrufen und eine andere Lösungsvariante geprüft werden.
Schule
Die jetzige Stelleninhaberin, Anita Naef-Singenberger, übernimmt auf Beginn des nächsten Schuljahres 2008/09 ein Schulleitungspensum von 50 Prozent in Wil. In Urnäsch behält sie ein 20 Prozent Pensum und wird Englisch auf der Primarstufe erteilen. Sie wird auch weiterhin in Urnäsch wohnhaft bleiben.
Frau Anita Roderer, von Trogen AR, schliesst ihre Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen im 2008 ab. Sie kennt unseren Schulbetrieb bereits aus ihrer Praktikumszeit. Sie ist für das verbleibende Jahr eine ideale Besetzung dieser Stelle. Der Gemeinderat wünscht Frau Roderer in ihrer neuen Aufgabe viel Befriedigung und Erfolg.
Einbürgerung
Der Gemeinderat hat Herrn Dragisa Stijakovic, geboren 01. Februar 1983, wohnhaft Moos 3, das Gemeindebürgerrecht erteilt.
Altersheim Chräg
Der Personenlift der Marke Henseler im Altersheim Chräg ist seit 1979 in Betrieb. Alle zwei Monate wird der Lift kontrolliert und gewartet. Die Wartungsfirma hat nun diverse sehr stark abgenutzte Teile festgestellt. Namentlich handelt es sich um spröde Tragseile, eingelaufene Umlenkrollen und Führungen, sowie den Ersatz der Fangbremsauslösung.
Um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, sind diese Teile in den nächsten Monaten zu ersetzen. Mit dem bewilligten Nachtragskredit von 17’000 Franken zu Lasten der laufenden Rechnung können die erforderlichen Liftreparaturen im Altersheim Chräg nun an die Hand genommen werden.
ARA Furth
Im Februar 2006 hat der Gemeinderat einen Investitionskredit von 488’000 Franken für den Ersatz der 12-jährigen Steuerung der ARA Urnäsch als gebundene Ausgabe freigegeben. Die Arbeiten wurden im Winterhalbjahr 2006/2007 ausgeführt. Die neuen Steuerungsteile erfüllen ihren Zweck wie geplant.
Wie der Bauabrechnung zu entnehmen ist, konnte die erste Etappe der Sanierungsarbeiten mit Totalkosten von 430’447.25 Franken abgeschlossen werden. Dies ergibt gegenüber dem bewilligten Kredit einen Besserabschluss von 57’552.75 Franken oder 11.8 Prozent Minderkosten. Hauptgrund für die Einsparung liegt in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Waldstatt. Von Seiten des Kantons wird mit Subventionen von 86’500.00 Franken gerechnet.
Der Gemeinderat dankt dem Projektverantwortlichen Jakob Meier von der Umweltschutzkommission sowie dem Personal der ARA Herisau für die kompetente Begleitung der Arbeiten.



























