«Wir wollen kein Risiko eingehen»
Wasserauen. Nach der spektakulären Zugentgleisung ist die Appenzeller Bahn intensiv mit der Abklärung der Unfallursache beschäftigt.
Die Kräfte, die am Freitag, 19. Januar, auf den Zug eingewirkt haben, müssen gewaltig gewesen sein – anders ist es nicht zu erklären, wie ein 20 Tonnen schwerer Wagen von den Schienen gefegt und auf die Strasse gekippt werden kann.
Seriöse Untersuchung des Unfalls
Bei der Appenzeller Bahn nimmt man den Vorfall ernst: «Wir haben bereits Kontakt zu Experten aufgenommen, darunter auch mit der Wengeneralpbahn, die als Gebirgsbahn viel Erfahrung mit etwas extremeren Strecken hat», sagt Hanspeter Müller, Mediensprecher der Appenzeller Bahnen auf Anfrage. Man wolle jetzt aber keinen Schnellschuss machen und etwas überstürzen, sondern seriös und umfassend untersuchen, was alles für Kriterien eine Rolle bei der Zugentgleisung gespielt haben könnten, «besonders zu beachten gilt es in erster Linie sicherlich die speziellen Witterungsverhältnisse, die geherrscht haben», meint Müller.
Trotz hohem Schaden grosses Glück gehabt
Solange aber noch nicht alle Ungereimtheiten des Unfalls geklärt wurden, ist für Müller klar: «Sollten in nächster Zeit wieder spezielle Verhältnisse herrschen, werden wir die Strecke nur noch bis nach Schwende befahren – wir wollen kein Risiko eingehen». Überhaupt sei es unglaubliches Glück gewesen, dass sich bei der spektakulären Zugentgleisung keine Passagiere in der Bahn befunden hätten und niemand ernsthaft verletzt wurde, ist sich Müller bewusst.
Die genaue Schadenssumme wurde von der Versicherung bisher noch nicht bekannt gegeben, die Appenzeller Bahnen selbst korrigierten ihre eigenen Schätzungen jedoch leicht nach unten. Trotzdem wird sich der Schaden wohl auf einige Hunderttausend Franken belaufen.
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– Bildergalerie: «Zugentgleisung in Wasserauen vom 19. Januar 2007», (19.01.2007)
– «Entgleiste Zugkomposition: Es war der Wind», (19.01.2007)
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