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«Wir sind keine Putschisten»

Fussball. Erstmals verraten Torsten Petersen und Jesse Fioranelli, wie sie den FC St.Gallen retten wollen. Und sagen klar, dass sie dem jetzigen Verwaltungsrat den Turnaround nicht zutrauen.

In seiner heutigen Ausgabe publiziert der «Blick» ein Interview mit den beiden Anführern der «Putschisten» beim FC St.Gallen, Torsten Petersen und Jesse Fioranelli.

Gleich zu Beginn des Interviews stellt Petersen aber klar, dass sie keine Putschisten seien. «Wir wollen den Verein nicht übernehmen. Aber wir wollen mithelfen, den FC St.Gallen sportlich in die Lage zu versetzen, in der Rückrunde 25 Punkte zu gewinnen», so Petersen gegenüber «Blick».

«Führungsstrukturen optimieren»
Wie sie das bewerkstelligen wollen, erklären Petersen und Fioranelli im Interview mit «Blick» ebenfalls. «Wir wollen die Führungsstrukturen beim FC St.Gallen optimieren, Sachverstand in den Verwaltungsrat und die sportliche Leitung bringen», so Petersen.

Er traue VR-Präsident Dieter Fröhlich und seiner Crew den Turnaround unter diesen Umständen nicht zu, so Petersen weiter. Im Klartext: «Wir glauben nicht an die notwendige Professionalität der jetzigen Führung.»

Zu viele Spielerwechsel
Und auch Fioranelli spricht Interview mit dem «Blick» klare Worte: «Seit der Saison 2003/04 hat die heutige Führung 114 Spielerwechsel zu verantworten, dazu vier Trainerwechsel. Pro Saison wurden im Schnitt zehn Spieler verpflichtet, ohne dass sich ein vollamtlicher Scout darum kümmert. Das ist doch Wahnsinn.»

Desolate finanzielle Situation
Ziel sei es nun, so Petersen, eine ausserordentliche Generalversammlung durchzusetzen. «Wir wollen mit den Geldgebern und Gönnern das Gespräch suchen», erklärt Petersen. Die GV sei das letzte Mittel dazu, Druck, aber auch Transparenz zu erzeugen und Fragen zu stellen.

Auf die Frage, warum sich Präsident Fröhlich gegen eine solche GV wehre, hat Petersen eine Antwort: «Die desolate finanzielle Situation. In der Bilanzplanung ist ein Verlust von 773’000 Franken veranschlagtz. Wir glauben zu wissen, dass es mehr sein wird. Dazu kommen ausserbilanzielle Verpflichtungen: Wer zahlt Balakov? Wem gehören die Spieler? Wo ist das Geld, das die verkauften Sitzplatz-Optionen im neuen Stadion eingebracht haben?»

Hier geht es zum «Blick»-Interview.


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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 27.12.2007 - 10:11:00