Wiederaufstieg als klares Ziel
Die Damen des FC Bühler wissen nach dem Abstieg, was sie wollen: Wieder in die 2. Liga. Wie sie das schaffen wollen und über die momentane Situation gibt der Trainer, Philipp Riedener, Auskunft.
Sehr motiviert und doch vielleicht etwas zu locker wurde die Saison angegangen. Nach der hervorragenden Saison in der tieferen Spielklasse und dem verdienten Aufstieg, hat die Mannschaft den Schritt in die 2. Liga etwas unterschätzt. Mit guten Partien gegen Vereine aus den höheren Ligen wie etwa Widnau (1. Liga) und Staad (Nati B) stärkten die Bühlerinnen ihr Selbstvertrauen – was vielleicht zum Stolperstein wurde.
Die ersten vier Spiele in der neuen Liga konnten leider nicht gewonnen werden, was bestimmt wegweisend war. Zudem kam hinzu, dass wichtige Direktbegegnungen gegen weitere Abstiegskandidaten gegen Ende der Saison auch verloren gingen, wenn auch knapp, wie etwa jene gegen den FC Wittenbach und den FC Ems.
Beim alles entscheidenden Spiel am zweitletzten Spieltag gegen den FC Linth 04 wollte die Mannschaft noch einmal alles daran setzen, in dieser Liga auch in der Saison 2008/2009 mitmischen zu dürfen. Der Druck war jedoch einfach zu gross, und so konnte sich der FC Bühler trotz solider und besserer Leistung als der Gegner die wichtigen Punkte nicht sichern.
Chancenauswertung als grosses Manko
«Die Chancenauswertung ist das grösste Problem», so bilanziert Trainer Philipp Riedener, der bereits seit viereinhalb Jahren seine Freizeit in den FC Bühler investiert.
In der tiefsten Spielklasse der Damen sei dieses Problem bereits aufgefallen. Damals fiel es jedoch nicht so sehr ins Gewicht, da durch häufige Chancen doch immer wieder Tore erzielt werden konnten.
Der Unterschied zur höheren Liga sei doch grösser gewesen, als sich dies die Mannschaft vorgestellt hatte. Die Tore fielen nicht mehr am Laufmeter, wie dies noch in der letzten Saison der Fall war.
Von Anfang an kämpfen
Die Zielsetzung für die nächste Saison: «Der Wiederaufstieg – ganz klar», so die Worte des Trainers. Ihm ist jedoch bewusst, dass der Aufstieg das Schwierige ist, und nicht der Ligaerhalt, den er den Frauen verständlicherweise zutraut.
Das Wichtigste sei, dass die Mannschaft am Abschluss arbeite und vor allem auch, dass sie von Beginn weg die Spiele kämpferisch aktiver bestreite, um ihr Ziel zu erreichen.
Gute Grundlage für die neue Saison
Abgänge hat das Team um Philipp Riedener aufgrund des Abstiegs nicht zu verzeichnen. Einzig Sibylle Diem wird ihre Aktivkarriere nach acht Jahren beim FC Bühler beenden.
Junge Spielerinnen werden das Kader auf die neue Saison hin verstärken: So werden sechs Juniorinnen (die Jüngste mit Jahrgang 1993) neu ins Team integriert und drei Spielerinnen aus der 2. Mannschaft gefördert werden.
Zudem werden zwei Spielerinnen zurückkehren, die in der letzten Saison wegen eines Auslandaufenthaltes und eines Kreuzbandrisses nicht spielen konnten.
Auch der Trainer wird das Team weiterhin unterstützen. Trotz des grossen Aufwandes, das Traineramt und die Familie unter einen Hut zu kriegen, hat er sich entschlossen, noch mindestens eine Saison anzuhängen.
Zukunft der Damenabteilung
Es sieht gut aus, was die Damenabteilung beim FC Bühler betrifft. Die zwei Aktivmannschaften werden weiterhin bestehen und in der 3. Liga spielen. Für einen Zusammenschluss beider Teams bestehe kein Grund, sagen die Verantwortlichen.
Sie überlegen, neu auch eine A-Juniorinnen-Mannschaft zu stellen. Neun junge Ballkünstlerinnen haben das Alter erreicht, bei dem sie nicht mehr berechtigt sind bei den B-Juniorinnen (die diese Saison Ostschweizer Meister wurden!) zu spielen.
Es spricht also einiges dafür, eine weitere Mannschaft zu melden. Zunächst ist aber zu klären, ob es dafür genung fussballbegeisterte Mädchen hat.
Mit der Integration der jungen Spielerinnen, der Motivation für den Wiederaufstieg und dem nötigen Biss dazu, sollte dem FC Bühler nichts im Wege stehen, sein Ziel zu realisieren und in die 2. Liga zurückzukehren.
In der Fairplay-Rangliste ganz oben
Kleiner Trost: Die Frauschaft des FC Bühler gehört zu den fairsten Mannschaften in der Saison 2007/2008. Sie hat keinen einzigen Strafpunkt auf ihrem Konto zu verzeichnen, was nur noch Kirchberg in dieser Gruppe gelang.
Für gelbe und rote Karten werden seit dieser Saison (von der 1. Liga an abwärts) Strafpunkte verteilt, die bei Punktegleichheit in der Tabelle schwer ins Gewicht fallen können. Es zählt dann nicht mehr die Anzahl geschossener Tore als nächstes Kriterium, sondern die Fairplay-Rangliste.



























