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Wieder frische Luft in Schwellbrunn

Schwellbrunn. Die Geruchsemissionen der Biogasanlage haben im März 2008 ein Ende. Die Jakob Bösch AG investiert weitere 300'000 Franken in eine zusätzliche Anlage.

Nach einer recht langen Planungsphase erhielt die Jakob Bösch AG für die Biogasanlage die Baubewilligung und in der Folge wurde die Anlage nach dem neuesten Stand der Technik gebaut. «Wir mussten uns dabei auf die Angaben von Spezialfirmen abstützen. Für den Bereich Abluftreinigung haben wir eine spezialisierte Firma aus Deutschland zugezogen und dieser Firma den Auftrag für die Erstellung der Abluftreinigungsanlage erteilt.

Bei dieser Auftragserteilung gingen wir davon aus, dass die bestellte Abluftreinigungsanlage die Auflagen des Amtes für Umwelt AR erfüllt. Jedenfalls war die beauftragte Firma im Besitze dieser Verfügung und so waren wir der Meinung, dass wir das Notwendige veranlasst haben, um die geruchs- und schadstoffbelastete Abluft richtig zu fassen und zu behandeln, damit die abgeleitete Abluft keine lästigen oder schädlichen Emissionen verursacht», erklärt Geschäftsführer Bruno Bösch.

Erwartungen nicht erfüllt
Nach der Inbetriebnahme der Biogasanlage stellte die Jakob Bösch AG aber fest, dass die eingebaute Abluftreinigungsanlage, die Erwartungen nicht erfüllte. «Es gingen Klagen wegen Geruchsbelästigungen aus dem Gebiet Ifang und Glattmüli ein. Aufgrund von Prüfungen an der Anlage wurde eine Reihe von technischen und betrieblichen Mängeln erkannt, die umgehend behoben wurden. Danach wurde uns aus der Nachbarschaft mitgeteilt, dass eine Entlastung eingetreten ist», erinnert sich Bösch.

Ruhe kehrte aber nicht ein. Denn im Sommer 2007 gab es aus den Gebieten Schmidhusen und Bruggereck weitere Klagen. Messungen und weitere Abklärungen an der Anlage haben gezeigt, dass die mehrstufige Abluftbehandlung beziehungsweise die eingebaute Abluftreinigungsanlage die geforderte Reinigungsleistung der Abluft noch nicht erfüllte. Zudem wurde erkannt, dass die Abluftreinigungsanlage noch weitere Mängel aufwies. «Diese Mängel der Anlage werden nun Ende November/anfangs Dezember 2007 behoben, sodass zu hoffen ist, dass die eingebaute Anlage danach optimal funktioniert und es zu einer weiteren Entlastung der Geruchsbelastung kommt», erklärt Bösch.

Zusätzliche Massnahmen
«Aufgrund der durchgeführten Messungen und Analysen musste festgestellt werden, dass auch bei optimalem Funktionieren der eingebauten Abluftreinigungsanlage die Qualität der Abluft nicht unseren Erwartungen entspricht. Da die von uns zugezogene Spezialfirma uns keine Angebote zur zusätzlichen Verbesserung der Luftqualität machen konnte, haben wir mit weiteren Spezialfirmen in diesem Bereich Kontakt aufgenommen.

Wir glauben nun, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt AR und der Firma LIKUSTA Umwelttechnik GmbH die Lösung gefunden haben», so der Geschäftsführer. Diese Lösung beinhaltet laut Bösch eine zusätzliche UV-Photooxidation, welche der bestehenden Abluftreinigungsanlage vorgeschaltet wird. «Diese Anlage kostet uns zusätzlich rund 300’000 Franken. Wir sind bereit, diese Investition zu tätigen und haben der Firma LIKUSTA Umwelttechnik GmbH entsprechenden Auftrag erteilt. Die Inbetriebnahme dieses Anlageteiles ist auf Ende Februar/anfangs März 2008 vorgesehen.»

Bösch hofft, dass aufgrund der weiteren Investition und der bevorstehenden Verbesserung die Petition, welche eine Schliessung der Anlage verlangt und von zahlreichen Anwohnern unterzeichnet worden ist, zurückgezogen wird. «Mit dieser offenen Information hoffen wir, dass die betroffene Nachbarschaft für unsere Situation Verständnis hat und noch etwas Geduld aufbringt. Dabei gilt es zu beachten, dass unsere Biogasanlage ein Pilotprojekt im Bereiche «zukunftgerichteter Abfallentsorgung und erneuerbarer Energie» ist», so Bösch zum Schluss.


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