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Wie sinnvoll ist der Umbau des Kapellentraktes

Appenzell/AI. Fragen der GFI zum Ausbau des Gymnasiums

Am kommenden Montag berät der Grosse Rat erneut über die erste Etappe für die Sanierung des Gymnasiums Appenzell. Die Gruppe für Innerrhoden (GFI) fragt sich, ob das Raumkonzept angesichts der Diskussionen um die Anzahl Klassenzüge noch richtig ist.
Die Landsgemeinde 2008 hat einen Rahmenkredit von 12,1 Mio Franken zur Sanierung des Kollegiums inkl. Umbau des Kapellentraktes gutgeheissen. Dabei wurde ausgegangen von einem Langzeitgymnasium mit Dreifachführung jeder Klasse.
In den letzten Monaten wurde diese Dreifachführung in Frage gestellt. So geht man für das kommende Schuljahr nur noch von zwei neuen ersten Klassen aus.
An der Versammlung der GFI vom vergangenen Montag kamen die anwesenden Mitglieder zum Schluss, dass in dieser Situation der Umbau des Kapellentraktes nochmals ernsthaft zu überlegen ist.

Bildungspolitische Weichenstellungen
Die Baufragen sind gekoppelt mit bildungspolitischen Zielsetzungen. Will man weiterhin mit drei Klassenzügen fahren und entsprechende flankierende Massnahmen treffen und langfristig umsetzen oder sich mit einer abgespeckten Lösung zufrieden geben? Wie will man mit Ausserrhoden kooperieren? Wären nicht ergänzende Angebote, z. B. der Sportschule Appenzellerland, zu prüfen?
Wichtig ist in jedem Fall, dass mindestens mittelfristig eine zuverlässige Strategie festgelegt und auch befolgt wird. Dies würde Verunsicherung und Irritationen in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsgremien vermeiden.

Finanzielle Aspekte
Die Standeskommission warnt in letzter Zeit immer wieder, die finanziellen Aussichten unseres Kantons verdüsterten sich zusehends. Die für die Bildung reservierten Goldmillionen sind auch bald verbraucht. Die Perspektiven und finanziellen Konsequenzen im Spitalwesen sind alles andere als klar. Und zu alledem sollen mit einem erneuten Drehen an der Steuerschraube nach unten weitere Ausfälle im Landessäckel riskiert werden.
Unter diesen Umständen ist es mehr als angebracht, wenn der Grosse Rat ohne Tabus über die Bücher geht und den Umbau des Kapellentraktes nochmals überdenkt.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 05.02.2010 - 09:51:53