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Wenn alles aus dem Ruder läuft

TG. Der Kanton Thurgau betreut zurzeit eine neue Therapieform für Jugendliche, welche im deutschsprachigen Raum einzigartig ist. Aber auch hier gilt: Ohne Erfolg kein Geld.

Laut der «Thurgauer Zeitung» gibt es weltweit 385 Teams, welche mit der multisystemischen Therapie arbeiten. Vier Therapeuten, eine Teamleiterin und eine Sekretärin befassen sich damit, 19 Jugendliche im Kanton wieder ins soziale Netz zu integrieren. Das Leiter-Team wird durch einen amerikanischen Experten unterstützt.

Die Klienten sind 12- bis 17-jährige Jugendliche, welche Mühe mit der sozialen Integration haben. Schulausschlüsse, Einweisungen ins Heim und Familienstreitigkeiten sollen durch das Vorhaben verhindert werden. Die betroffenen Familien sind während vier Monaten in dieses Projekt integriert, danach ist Schluss. Gegenwärtig sind es lediglich drei Mädchen, die sich im Programm befinden, so die «Thurgauer Zeitung». Die ersten Familien haben die Therapie bereits beendet, weitere schliessen damit im Februar ab.

Vor einem Jahr gab die Regierung für das eineinhalbjährige Projekt mit 600’000 Franken grünes Licht. Zurzeit ist das Vorhaben erfolgreich. Dieser Trend muss aber zwingend fortgesetzt werden, ansonsten wird kein Geld mehr in die Intensivtherapie fliessen. Ende Jahr wird sich zeigen, ob die Therapie Perspektiven hat.

ThurgauThurgau / 28.01.2008 - 11:05:00