• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Wenig Schadenfälle, negativer Kapitalertrag

AR. Die Assekuranz AR hat im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt 1,96 Millionen Franken für Schadenfälle ausbezahlt.

Diesem erfreulichen Schadenverlauf steht auf der andern Seite ein Verlust von 3,14 Millionen Franken bei den Kapitalerträgen gegenüber. Der Rückschlag in der Gesamtrechnung von 1,46 Millionen Franken führt zu einer Abnahme der Reserven um 3,15 Prozent auf 44,3 Millionen Franken.

Bei der Assekuranz AR, der obligatorischen Gebäudeversicherung in Appenzell Ausserrhoden, waren Ende letzten Jahres 25 011 Gebäude versichert; sie haben einen Versicherungswert von 19,4 Milliarden Franken. Der Schadenverlauf  lag sowohl bei den Gebäudeschäden als auch bei den Elementarschäden unter dem langjährigen Mittel. An den Brandschutz und für die Brandverhütung leistete die Assekuranz Beiträge von insgesamt 5,93 Millionen Franken. Die gesamten Prämieneinnahmen stiegen letztes Jahr um 6,6 Prozent auf 7,3 Millionen Franken; die Mehreinnahmen sind vor allem auf die Anfang 2008 vorgenommene Teuerungsanpassung der Versicherungswerte zurückzuführen.

Trotz des Rückschlags in der Rechnung bleiben die Versicherungsprämien im Jahr 2009 unverändert. Weil jedoch der bisher gewährte Rabatt für Blitzschutzanlagen gestrichen worden ist, müssen die betroffenen Liegenschaftsbesitzer leicht höhere Prämien bezahlen.

Sowohl bei den Brand- und Blitzschutzschäden als auch bei den Elementarschäden und der Grundstücksversicherung liegen die von der Assekuranz ausbezahlten Leistungen weit unter dem langjährigen Durchschnitt. 76 Feuer- und Blitzschutzschäden beanspruchten Versicherungsleistungen von 1,47 Millionen Franken, was nur 44 Prozent des langjährigen Mittels entspricht.

Im Gegensatz zum Vorjahr, als der Brand im Sportzentrum Herisau die Rechnung der Assekuranz stark belastete, lag die Schadenssumme im Jahr 2008 lediglich bei zwei Bränden über 100 000 Franken. Für 287 Elementarschäden zahlte die Assekuranz 230 000 Franken aus.

Mit nur sechs Prozent des langjährigen Mittels wurde dabei ein einmalig tiefes Schadenniveau erreicht. Entsprechend tief ist die gesamte Schadensbelastung im Freuer- und Elementarbereich, macht sie mit 1,62 Mio. Franken doch lediglich 16 Prozent des langjährigen Mittels von 100 Prozent aus. Auch bei der Grundstückversicherung liegt die Schadensumme mit 256 000 Franken weit unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Engagement für Brandverhütung
Traditionell engagiert sich die Assekuranz auch in der Brandverhütung und -bekämpfung. Dafür sind im letzten Geschäftsjahr 5,9 Millionen Franken eingesetzt worden; inbegriffen sind dabei die 260 000 Franken, welche die privaten Feuerversicherer zu leisten hatten. Die Brandschutzaufwendungen liegen damit, wie bereits letztes Jahr, erneut um rund 1,4 Millionen Franken über dem langjährigen Durchschnitt, entsprechend schliesst der Bereich Feuerschutz mit einem Minus von 1,31 Millionen Franken ab. 

Zu diesem Ergebnis beigetragen haben einmalig hohe Beitragszusicherungen u.a. an ein neues Feuerwehrgebäude in Herisau, Dazu kommen Globalsubventionen an die Feuerwehren von 320 000 Franken und finanzielle Beiträge für Anschaffungen von insgesamt  440 000 Franken. Zu erwähnen sind schliesslich auch die Beitragszusicherungen von 1,1 Millionen Franken an Verbesserungen bei der Löschwasserversorgung.

Verlust bei Kapitalanlagen
Die Finanzkrise hat im Geschäftsjahr 2008 der Assekuranz AR Spuren hinterlassen. Das gesamte Anlagevermögen betrug Ende letzten Jahres noch 69,1 Millionen Franken, was einem Rückgang von neun Prozent entspricht. Beim Wertschriftenbestand waren zwar keine Totalverluste zu registrieren, doch verminderte sich der Wert des Aktienbestands um einen Drittel auf rund 12 Millionen Franken, bei den Anleihen, Obligationen und Darlehen (26,3 Millionen Franken) macht der Rückschlag fünf Prozent aus.

Als Folge dieser negativen Entwicklung mussten rund ein Drittel (2,5 Millionen Franken) der bestehenden Schwankungsreserven für Finanzanlagen aufgelöst werden. Dank der langfristigen Anlagestrategie des Assekuranz-Verwaltungsrats belaufen sich die Schwankungsreserven noch auf 4,9 Millionen Franken, womit die Risikofähigkeit auch in Zukunft gewährleistet ist. Die Nettoperformance der Kapitalanlagen beträgt  –7,4 Prozent, nach Auflösung von Bewertungsreserven liegt die Performance bei –4,1 Prozent. Im Jahresbericht wird darauf hingewiesen, dass dieses trotzdem relativ gute Resultat durch den hohen Immobilienbestand (22,8 Millionen Franken) erreicht worden ist, aus dem ein mittlerer Ertrag von fünf Prozent resultiert.

In Anbetracht dieser Ausgangslage ist die Assekuranz auch für die Zukunft gut gerüstet. 2/3 der Schwankungsreserven für Wertschriften sind in der Bilanz noch vorhanden, womit die Risikofähigkeit auch inskünftig gewährleistet ist. Deshalb sind nach heutigem Stand weder Prämienerhöhungen noch sonstige ausserordentliche Sanierungsmassnahmen erforderlich.

 

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 07.03.2009 - 11:24:46