Weiterhin stabile Sicherheitslage
Die Sicherheitslage im Thurgau war auch 2007 auf einem guten Niveau stabil. Dies zeigt die am Dienstag, 8. April, veröffentlichte Jahresbilanz der Kantonspolizei.
Die Kriminalstatistik 2007 der Kantonspolizei Thurgau bewegt sich mit 7’179 registrierten Delikten trotz einem leichten Anstieg um 3,7 Prozent gegenüber 2006 im langjährigen Mittel. Polizeikommandant Hans Baltensperger würdigte die Sicherheitslage als «gut und stabil».
Rückläufig waren die Zahlen bei den Körperverletzungen (227), Betäubungsmitteln (862) und Drogentoten (3), den Drohungen, Nötigungen, Brandstiftungen, Veruntreuungen, bei der Erpressung sowie der Geldwäscherei. Zugenommen haben Vergewaltigungen (2007: 23; 2006: 14) sowie Unzuchtsdelikte (114; 96). Getötet wurden 2 (0) Personen. Raubüberfälle wurden 30 (23) verzeichnet. 3’547 Diebstähle kamen zur Anzeige, davon 1’372 (1’216) Einbruchdiebstähle. Statistisch wurde im Kanton Thurgau 2007 alle 73 (76) Minuten ein Straftatbestand erfüllt.
Bei den aufgeklärten Straftaten konnten in 60,7 Prozent der Fälle Schweizer und in 39,3 Prozent Ausländer zur Rechenschaft gezogen werden. Bei den 1’128 Tatverdächtigen liegt der Anteil von Jugendlichen bis zum vollendeten 17. Altersjahr bei 30,5 Prozent, der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) bei 25,7 Prozent und der Erwachsenen bei 43,8 Prozent. «Ein genaues Augenmerk legen wir auf die auch im Thurgau vorkommende Jugendgewalt», sagte Polizeikommandant Baltensperger. Entsprechende Erhebungen zeigten zwar derzeit keine signifikanten Entwicklungen in diesem Bereich, die Lage werde aber genau beobachtet.
Die Aussendienstmitarbeitenden als uniformierte Pulsnehmer der Gesellschaft gewährleisteten mit über 116’000 Mannstunden rund um die Uhr eine rasche Einsatzbereitschaft und eine hohe Präsenz. 885 (739) Interventionen waren im Bereich der Häuslichen Gewalt notwendig. Im ersten Quartal 2008 wurden 12 in Beziehungen Gewalttätige aus Wohnungen weggewiesen.
Die rückläufige Entwicklung der Unfallzahlen setzte sich 2007 mit 1544 (1554) registrierten Verkehrsunfällen weiter fort. Allerdings stieg die Zahl der Verletzten von 786 auf 818 und die Zahl der Todesopfer von 10 auf 11 leicht an. 6 von 11 Verkehrstoten und 482 von 786 Verletzten waren innerorts betroffen. Hier würden Schwerpunkte gesetzt, hiess es.
Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 22 Jahren waren am meisten an Unfällen beteiligt und auch häufigste Verursacher schwerer Verkehrsunfälle. Hauptursachen bei Unfällen mit Schwerverletzten und Toten waren Unaufmerksamkeit oder zu geringer Abstand, Missachtung des Vortritts, Geschwindigkeit und Trunkenheit. Alle 5,5 Stunden wurde 2007 ein Unfall verzeichnet. Die Sachschäden belaufen sich gesamthaft auf rund 13 Millionen Franken.
Ziel der Kantonspolizei Thurgau sei mit engagierter Präventionsarbeit und der notwendigen Kontrolldichte weiterhin die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden für die Gefahren des Strassenverkehrs, betonten die Verantwortlichen.



























