Weitere mutmassliche Taschendiebinnen angehalten
Thun/BE. Nach der Häufung von Taschendiebstählen in der Thuner Innenstadt und der verstärkten Überwachung durch die Polizei konnten in den letzten Tagen weitere mutmassliche Täterinnen angehalten werden.
Seit Anfang Juni dieses Jahres häuften sich bei der Polizei in Thun die Meldungen über Diebstähle von Portemonnaies. Alle Vorfälle liefen nach demselben Schema ab: Die Opfer waren grösstenteils Frauen oder ältere Personen. Ihnen wurde unbemerkt das Portemonnaie aus der Handtasche, der Einkaufstasche oder aus Kleidungsstücken gestohlen. Über die Täterschaft war praktisch nichts bekannt. Die Opfer erinnerten sich höchstens daran, dass sie angerempelt oder irgendwie abgelenkt wurden.
Nach den verstärkten Überwachungen durch die Polizei konnten Ende Juni 2009 zwei tatverdächtige Frauen angehalten werden. Die beiden Bulgarinnen, denen einige Diebstähle in Thun zur Last gelegt werden, sind bereits wegen gleichgelagerter Delikte verzeichnet. Seither kam es zu weiteren Anhaltungen. Vergangenen Mittwoch wurden nach einem gerade erfolgten Diebstahl in einem Warenhaus eine Mutter mit ihrer 13-jährigen Tochter angehalten – ebenfalls bulgarische Staatsangehörige. Am Freitag gestanden zwei weitere Bulgarinnen, in Thun einen Diebstahl begangen zu haben. Diese beiden Frauen wurden dem Kanton Waadt zugeführt, da sie in Verdacht stehen, auch dort sowie in weiteren Kantonen deliktisch tätig gewesen zu sein. Am Samstag konnte eine Gruppe von vier Personen (zwei Frauen, ein Mann und ein Kind) nach einem erfolgten Diebstahl eines Portemonnaies angehalten werden. Zudem hatte eine der mutmasslichen Täterinnen einen Barbetrag von mehreren 1000 Franken auf sich. Es handelt sich bei dieser Gruppe ebenfalls um bulgarische Staatsangehörige.
Die Kantonspolizei bittet weiterhin um die nötige Sorgfalt im Umgang mit den Wertsachen: Handtaschen nie unbeaufsichtigt in Umkleidekabinen oder an Einkaufswagen zurück lassen; Jacken mit darin verstauten Portemonnaies und Handtaschen nicht an Stuhllehnen deponieren. Vorsicht ist auch im Menschengedränge geboten.



























