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Weitere Kritik an Steuergesetz

AR. Industrieverein und Gewerbeverband kritisieren die Teilrevision des Steuergesetzes. Besonders die Gewinnbesteuerung für Unternehmen müsse gesenkt werden.

Ausserrhoden dürfe es nicht verpassen, in der aktuellen Steuergesetzrevision ein deutliches Zeichen zu setzen, schreiben Industrieverein und Gewerbeverband in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Die beiden Wirtschaftsverbände sind darin grundsätzlich der Meinung, dass die Steuerattraktivität vor allem bei den natürlichen Personen gesteigert werden müsste, um für interessante Einkommensklassen entsprechende Anreize bei der Wohnortwahl zu setzen.

Der vorliegende Entwurf zur Teilrevision des Steuergesetzes baue aber auf eine andere Strategie: Halbierung der Gewinnsteuern um neue Unternehmen anzuziehen, wertschöpfungsintensive Arbeitsplätze zu generieren und dadurch zu neuen Einwohnern zu gelangen. Um mit dieser Strategie Erfolg zu haben, seien im vorgelegten Entwurf aber verschiedene Anpassungen notwendig.

Senkung der Gewinnbesteuerung
Hauptanliegen der beiden Wirtschaftsverbände: Die Gewinnbesteuerung für Unternehmen müsse deutlich gesenkt werden. Lediglich ein Nachziehen mit anderen Kantonen löse nicht den gewünschten Schub nach vorne aus: «Will man wirklich Aufmerksamkeit erreichen, ist es nicht damit getan, gleich gut wie andere zu sein, sondern man muss die Spitze erobern», meinen sie.

Nicht hinterherhinken beim Halbsatzverfahren
Die Einführung des Halbsatzverfahrens für Einkommen aus Beteiligungen sei zwingend notwendig, heisst es weiter. Bei einem Verzicht zur Einführung der Teilbesteuerung werde Ausserhoden gegenüber den unmittelbaren Nachbarn, aber auch zu den übrigen Deutschschweizer Kantonen, massiv an Standortattraktivität einbüssen. Führe man das Halbsatzverfahren erst später ein, nachdem bereits heute 13 Kantone darüber verfügen, führt dies zu einem Verlust an Steuersubstrat für die Zukunft.

Prüfenswert finden Industrieverein und Gewerbeverein auch eine Milderung der Vermögenssteuer auf massgeblichen Beteiligungen, was bereits in einigen Kantonen der Schweiz der Fall ist. Damit könnte man sich etwas von den Nachbarkantonen abheben.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 15.03.2007 - 13:45:00